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Kappeln : Ein Schleibäcker aus Schrot und Korn

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Nach fast 48 Jahren geht Bäckergeselle Konrad Schrock in den Ruhestand.

shz.de von
erstellt am 30.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Heute ist es soweit, und eigentlich können sie sich das alles noch nicht richtig vorstellen. Denn heute tritt Konrad Schrock (Foto) seinen letzten Arbeitstag in der Schleibäckerei Carstensen an. Im August 1968 fing Schrock bei der Schleibäckerei an. Der damalige Juniorchef Dieter Carstensen wunderte sich damals nur: „Der Kleine will hier anfangen?“ Denn körperlich gab es im Bäckerberuf einiges zu tun. Schrock sagt: „Und ich war ja erst 15 Jahre alt.“ Nun, nach fast 48 Jahren, sagt Dieter Carstensen über Konrad Schrock: „Auf ihn war immer Verlass.“ Der 63-Jährige wurde zu einer festen Größe im Betrieb und in der Familie Carstensen. Der heutige Bäckermeister und Chef Birger Carstensen war noch nicht geboren, als Schrock seine Lehre antrat. „Ich habe ihn aufwachsen sehen“, behauptet Schrock. Und Birger Carstensen sagt über seinen Gesellen: „Er hat eine absolute Vertrauensstellung, war die Urlaubsvertretung, hatte den Haustürschlüssel.“ Fast 48 Jahre bei einem Unternehmen, drei Meister erlebt und nur während der Bundeswehrzeit für 15 Monate nicht da gewesen. Beim Bund wollten sie ihn gerne behalten, doch Schrock wollte zurück zur Bäckerei Carstensen. Dort war er am Ofen oder in der Konditorei tätig. Seine Eisbomben erfreuen sich großer Beliebtheit – natürlich auch im Hause Carstensen. Wenn dort am Sonntag Joris Carstensen Konfirmation feiert, dann natürlich mit einer Eisbombe von Schrock. Der 63-Jährige freut sich, dass er nun mehr Zeit für seine Frau und das Fahrradfahren hat. Doch ganz lassen kann er es nicht. Künftig will er noch hin und wieder als Fahrer für die Schleibäckerei tätig werden.

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