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Schlei-Bote

24. Oktober 2017 | 01:29 Uhr

Tafel in Sörup : Ein Ort der Solidarität

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

In der ersten Woche nutzten 37 bedürftige Personen das Angebot.

„Eine Tafel ist mehr, als nur ein Ort, an dem man etwas zum Essen bekommt – eine Tafel ist der Ort, wo breite Solidarität praktiziert wird, wo man sich austauscht und hilft“, so der Awo-Landesvorsitzende Wolfgang Baasch in Sörup. Dort wurde ein solcher Ort der Solidarität jetzt eingeweiht.

Sörups Awo-Vorsitzender Helmut Friedrich zeigte sich vor zahlreichen Gästen zufrieden, dass die Söruper Tafel ihre Arbeit inzwischen aufnehmen konnte, denn der Eröffnung war ein monatelanger schwieriger Weg vorausgegangen. Aber: In der vergangenen Woche hatten bereits 37 bedürftige Personen die Tafel aufgesucht. Friedrich sprach von etwa 60 Berechtigten in der Region. Mit der Söruper Tafel wurde nach Süderbrarup, Kappeln und Schleswig die vierte Tafel im Kreisgebiet eröffnet. Bundesweit existieren über 1000 Tafeln, die etwa 1,5 Millionen Menschen mit Lebensmitteln versorgen.

Für Wolfgang Baasch war nicht nur die Eröffnung der Tafel wichtig, er lobte auch die Kooperation der örtlichen Awo mit anderen Sozialeinrichtungen. So werde die Kleiderkammer gemeinsam mit dem DRK betrieben, und die Tafel sei ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Diakonischen Werk. Dessen Geschäftsführer Ernst-Otto Löwenstrom erinnerte an die langjährigen Erfahrungen, die man seit zehn Jahren mit der Süderbraruper Tafel habe sammeln dürfen. Deshalb sei die vereinbarte Zusammenarbeit zwischen Süderbrarup und Sörup der richtige Weg, um für die Menschen schnell und effektiv Gutes tun zu können.

Auf der einen Seite herrsche in der Gesellschaft Überfluss, auf der anderen Seite gebe es eine Entwicklung, in der immer mehr Menschen durch das System fallen würden. „Wir müssen den alten Wohlfahrtsgedanken aufleben lassen“, sagte Löwenstrom. Dem stimmte auch der Awo-Kreisvorsitzende Günter Nissen zu, der darauf hinwies, dass die Tafeln zu den Wurzeln der Awo-Arbeit führten und deutlich machten, dass sich Menschen um Bedürftige kümmern.

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