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Einweihung in Kappeln : Ein neues Domizil für die Hospizgruppe

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Geschäftsstelle für Kappeln und Umgebung findet im Obergeschoss des Christophorushauses eine feste Bleibe.

shz.de von
erstellt am 26.Jun.2017 | 06:15 Uhr

Im Südflügel des Christophorushauses – einem ehemaligen Pastorat – war noch „ein Zimmer frei“. Dieser rund 20 Quadratmeter große Raum im Obergeschoss dient nun der Hospizgruppe Kappeln und Umgebung, wie sie seit 1999 besteht – zunächst unter dem Dach von „Franka“ und seit 2004 als eingetragener Verein – als feste Bleibe, als „geschützter Raum“ für Gespräche. Darüber sind die 66 Mitglieder froh, allen voran die Vorsitzende Therese Häse. Und so hatten sie zu einer kleinen Einweihungsfeier eingeladen. Die nutzte Therese Häse, seit April an der Spitze der Gruppe, um zum einen der Kirchengemeinde Kappeln für die Bereitschaft, „uns dieses Zimmer zu überlassen“, zu danken, zum anderen, um über die Arbeit der Ehrenamtlerinnen zu informieren. Die steht unter dem Motto „Unterstützen, Begleiten, Trösten“ und „Wir können dem Leben nicht mehr Stunden geben – aber den Stunden mehr Leben“.

In der Vergangenheit, so Therese Häse, sei man mit dem Büro mal hier, mal dort gewesen – unter anderem im Ellenberger Begegnungszentrum und im Birger-Forell-Haus. Als man hörte, dass im Christophorushaus ein Zimmer frei sei, habe man angefragt, ob man dieses nutzen könne. Die Kirchengemeinde habe Ja gesagt, so dass nun regelmäßig Beratungsgespräche stattfinden können: ungestört und in angenehmer Atmosphäre. Das sei wichtig, wenn es um Patientenverfügungen und Vorsorge-Vollmachten gehe. Die Arbeit der Hospizgruppe finde in der Bevölkerung viel Akzeptanz.

Froh zeigte sich Therese Häse auch darüber, dass weitere Hospizlerinnen zur Verfügung stehen – zusammen mit der Gruppe Nieharde in Gelting ausgebildet. Was dieses Jahr betrifft, habe die Kappelner Gruppe noch einiges vor, fügte sie, die seit 30 Jahren in der Hospizarbeit tätig ist, hinzu. Dazu gehören Gespräche, Gruppenabende, Beratungen und Veranstaltungen, um darüber zu informieren, „was wir machen“.

Wenn es auch bedauerlich sei, dass der Fortfall einer Pastorenstelle in Kappeln zum Leerstand des Pastorats im Christophorushaus geführt habe, sei es doch gut, dass die Räumlichkeiten eine neue Verwendung gefunden haben, so Pastor Karsten Petersen. Im Südflügel hat nicht nur die Hospizgruppe eine feste Bleibe gefunden, hier gibt es für die Kirchengemeinde auch einen Sitzungsraum, einen Treffpunkt für Konfirmanden- und Jugendgruppen, das Büro der Kindertagesstätten-Leitung und einen Raum für die Guttempler. Petersen: „Wir haben das Beste aus der Situation gemacht.“ Er, der seit einem Jahrzehnt in Kappeln Seelsorger ist, erlebe die Hospizgruppe, wie er betonte, als aktiven Partner, der eine wertvolle Arbeit leiste. Ein „geschützter Raum“ sei wichtig: „Ihr seid bei uns willkommen.“ Dem pflichtete Kappelns Bürgermeister Heiko Traulsen bei, bevor er mit den Ehrenamtlerinnen ins Gespräch kam. Unter dem Dach der Kirche eine Geschäftsstelle gefunden zu haben, sei gut und wichtig für die Beratung von Menschen, die zur Hospizgruppe kommen: „Die Hospizlerinnen leisten eine professionelle Arbeit.“

>Beratungsgespräche alle 14 Tage mittwochs von 10 bis 11 Uhr oder nach Vereinbarung, das nächste Mal am 28. Juni.


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