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Schlei-Bote

22. Oktober 2017 | 20:07 Uhr

Kappeln : Ein Netzwerk für Familien

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Das Familienzentrum hat eine Anlaufstelle in Ellenberg und spannt langsam seine Fühler aus.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2015 | 12:30 Uhr

Ende des vergangenen Jahres stellte die Evangelische Familienbildungsstätte (FBS) erstmals ihre Idee des Familienzentrums in einem großen Rahmen vor. Jetzt, im Spätsommer 2015, nimmt es langsam aber sicher Fahrt auf. Tanja Hohmann, Koordinatorin des Familienzentrums, hat einen eigenen Büroraum im Ellenberger Begegnungszentrum bezogen. Bereits seit Mai streckt sie ihre Fühler in mehrere Richtungen aus, stellt sich in Schulen, Kindergärten, Vereinen vor, lässt sich von Sorgen berichten und Wünschen inspirieren. Denn: „Ziel des Familienzentrums ist es, offene Angebote für Familien zu schaffen und auf niederschwellige Weise so viele wie möglich von ihnen zu erreichen“, sagt Hohmann. Im Vordergrund stehen dabei Themen wie Gesundheit, Bildung, Integration und die damit verbundene Beratung und Förderung – und das kostenlos. Träger des Familienzentrums ist die FBS in Kooperation mit dem Verein „Sozial-Forum“ und der Stadt Kappeln.

Tanja Hohmann setzt bei ihrer Koordinatorinnen-Rolle verstärkt auf Netzwerkarbeit. Zwar bietet das Familienzentrum auch eigene Projekte an, will aber in erster Linie eine Art Vermittler sein zwischen Hilfesuchendem und Unterstützer. „Für uns ist es wichtig zu wissen, wer was anbieten kann“, sagt Hohmann, „damit wir Familien bei Fragen gegebenenfalls weiterleiten können“. Bereits jetzt in der Anfangszeit habe sie den Eindruck gewonnen, dass das Familienzentrum auf diese Weise vorhandene Lücken schließen kann. „Ich glaube, dass das Familienzentrum durchaus auch Institutionen bislang unbekannte Wege und Kontakte aufzeigen kann“, sagt Hohmann. Nicht umsonst hat etwa die DRK-Kindertagesstätte mit Hohmanns Hilfe eine offene Beratung in der Kita eingerichtet: Jeden Donnerstagvormittag ist die Koordinatorin dann für Eltern und Erzieher ansprechbar.

Jeden Dienstag öffnet das Familienzentrum seine Türen im Begegnungszentrum für den „offenen Frühstückstreff“. Von 9 bis 11 Uhr sind Menschen jeden Alters zu einem kostenlosen Frühstück willkommen. Für Tanja Hohmann ist das Gelegenheit, mit Familien ins erste Gespräch zu kommen und herauszufinden, welche anderen Versorgungslücken eventuell noch zu schließen sind.

Als zweites Angebot soll am kommenden Montag der „offene Baby-Treff“ starten. Gemeinsam mit Familien-Hebamme Julia Stolp will Hohmann dann einen Mix aus spielerischer Beschäftigung für Kinder sowie Austausch zwischen und Beratung von Eltern etablieren. Stolp hat als sogenannte Familien-Hebamme über eine Bundesinitiative eine einjährige Zusatzausbildung mit sozialpsychologischem Schwerpunkt absolviert, ist beim Gesundheitsamt Schleswig angestellt und für den Bereich Angeln und Ostseeküste zuständig. Stolp hat einen Blick für Mutter-Kind-Beziehungen, kennt sich in altersgerechter Ernährung und Pflege aus, weiß auch in schwierigen Lebenssituationen zu motivieren und zu begleiten. „Manchmal weiß man ja als Elternteil gar nicht, an welcher Stelle man anfangen soll zu fragen“, sagt Julia Stolp. Sie will genau so eine Stelle sein und über den „Baby-Treff“ auch Aufklärungsarbeit leisten. Montags von 10 bis 11 Uhr öffnen Stolp und Hohmann den „Baby-Treff“ im Begegnungszentrum.

Losgelöst von fixen Terminen ist Tanja Hohmann per E-Mail, kontakt@familienzentrum-kappeln.de, oder telefonisch,
✆ 01  60    /  6  05  66  19, rund um die Uhr erreichbar. Mit den zwei ersten Standbeinen „Frühstückstreff“ und „Baby-Treff“ will sie dem Familienzentrum langsam das Laufen beibringen.

 

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