Kappeln : Ein Mix aus Tradition und Moderne

Versprechen ein modernes Programm mit traditionellen Elementen: Manuel Lauenburger (2.v.li.) mit dem Tigerpython „Skaa“, Remo Reinsch (Mitte) mit den Familienmitgliedern Keanu (13, v.li.) Juliano (4), Sandy, Shaline (6) und Lauenburgers Lebensgefährtin Marleen Mosinski mit Shetty „Zeus“.
Versprechen ein modernes Programm mit traditionellen Elementen: Manuel Lauenburger (2.v.li.) mit dem Tigerpython „Skaa“, Remo Reinsch (Mitte) mit den Familienmitgliedern Keanu (13, v.li.) Juliano (4), Sandy, Shaline (6) und Lauenburgers Lebensgefährtin Marleen Mosinski mit Shetty „Zeus“.

Der „Circus of Fantasy“ gastiert ab morgen bis zum 29. Juli auf dem Gelände der Ceravis AG in Kappeln.

shz.de von
18. Juli 2018, 07:00 Uhr

Er schlängelt um Hals und Arme, züngelt und guckt sich interessiert um: Vier Meter ist der weiß-gelbe Tigerpython lang und wiegt 40 Kilo. „Er heißt Skaa“, sagt Manuel Lauenburger. „Aber er ist nur unsere zweitgrößte Würgeschlange. Der dunkle ist fünf Meter lang und mit seinen 60 Kilo zu schwer für eine Person.“

Manuel Lauenburger (24) betreibt gemeinsam mit seinem Cousin Remo Reinsch (29), dessen Familie und Lebensgefährtin Marleen Mosinski den „Circus of Fantasy“. Morgen beginnen auf dem Gelände der Ceravis AG in der Bernhard-Liening-Straße die Vorstellungen. Von Donnerstag bis Sonnabend gibt es je eine Vorstellung ab 16.30 Uhr, am Sonntag beginnt die Show bereits um 14 Uhr. Von Montag bis Mittwoch hat der Zirkus seine Ruhetage. Jeweils am Donnerstag ist großer Familientag, da zahlen Erwachsene Kinderpreise. Am Sonntag, 29. Juli, wird nach der letzten Vorstellung abgebaut. Dann zieht der „Circus of Fantasy“ weiter.

Clowns, Tiere und Akrobatik: „Wir haben ein sehr gutes Programm“, verspricht Lauenburger. „Es ist eine Show für Jung und Alt, für Spaß am Nachmittag.“ Das Besondere am „Circus of Fantasy“, den es erst seit Beginn dieses Jahres gibt, sei der Mix aus Tradition und Moderne, beschreibt der junge Unternehmer. „Es gibt einen klassischen Clown, wie man ihn aus dem Zirkus kennt, aber auch Comedy-Elemente für die Jugendlichen und Erwachsenen“, beschreibt er. Zwei Shetlandponys und drei Zwergziegen gehören zum Programm, auch Meerschweinchen und Hühner hat das kleine Familienunternehmen dabei. „Sie treten nicht auf, aber sie gehören dazu. Die Kinder lieben die Tiere“, sagt Lauenburger. Auch sechs indische Laufenten gucken über ihren Zaun – „die sind noch im Training und werden im kommenden Jahr mit ins Programm aufgenommen“. Die größte Attraktion sind aber die drei Tigerpython mit ihrer eindrucksvollen Größe. „Die Schlangen und die moderne Fakir-Show mit Feuer kommen beim Publikum sehr gut an“, so Lauenburger. Auch die Kraftakrobatik hat neue Elemente bekommen. „Die gibt es in dieser Form nur bei uns.“ Auch Reinschs Kinder, Keanu (13), Shaline (6) und Juliano (4), helfen schon fleißig mit. „Juliano macht einen tollen Kopfstand“, erklärt sein Vater. „Und sonst macht er, was er will, aber immer mit Leidenschaft.“

„Vier Jahre lang hat kein Zirkus in Kappeln gastiert“, berichtet Marleen Mosinski. Lauenburger und Reinsch, die aus einer Zirkusfamilie kommen und ihr Winterlager in Bremerhaven haben, möchten mit ihrem jungen Unternehmen zeigen, dass Zirkus auch heute noch zeitgemäß sein kann. „Wir möchten uns in Niedersachsen und Schleswig-Holstein einen Namen machen, einmal im Jahr an festen Orten auftreten und uns so wieder ein Stammpublikum aufbauen“, sagt Lauenburger. Dafür, dass sie das Gelände der Ceravis AG nutzen dürfen, sind sie sehr dankbar.

Übrigens: Die Gäste müssen sich um die Temperaturen im Zelt während der Vorstellungen keine Sorgen machen. „Es ist schattig, und wir heben die Seitenwände an – da gibt es immer einen kühlen Luftzug“, verspricht Lauenburger. Na dann: Manege frei!

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