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Kappelner Heringstage : Ein Highlight für jeden Heringstag

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Wette, Lok-Trekken, Feuerwerk, Heißluftballon: Stadtmanagerin Lara Zemite kündigt für die Großveranstaltung Besonderes an.

Es ist eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität, die Lara Zemite auch ein bisschen anzusehen ist. Die 39. Heringstage werden die ersten sein, für die sie als Stadtmanagerin der Wirtschaft und Touristik Kappeln GmbH (WTK) die Verantwortung trägt – „sehr spannend“ nennt sie das. Und während auf Zemite selber in dieser außergewöhnlich ereignisreichen Zeit jede Menge Neues einprasselt, sagt die Stadtmanagerin über das viertägige Fest (25. bis 28. Mai): „Wir haben uns in diesem Jahr an das bewährte Konzept gehalten.“ Zum einen weil die Planung für die Heringstage bereits im frühen Herbst, kurz nachdem Zemite ihr Amt angetreten hatte, begann, zum anderen, weil die neue Strategie, die sich die WTK gegeben hat, erst wenige Wochen alt ist und daher noch nicht zum Tragen kam. Bewährt heißt in Kurzform: traditionelle Eröffnung, zwei Veranstaltungsbühnen, viel Live-Musik, viel Kinderprogramm. Gleichzeitig sagt die Stadtmanagerin: „Wir haben an jedem der vier Tage eine Besonderheit dabei.“


Warmlaufen am Museumshafen


Zum Warmlaufen gibt es allerdings am Mittwoch vor Himmelfahrt erstmal das Eröffnungskonzert in der Nikolaikirche sowie den musikalischen Auftakt im Museumshafen. Der Startschuss am Himmelfahrtstag fällt dann mit dem Klassiker Heringswette, bei der lokale Prominenz das Gewicht des aktuellen Fangs im Heringszaun tippen soll. Wer am dichtesten dran ist, beerbt Kirsten Felsberg und Andy Graunke als Heringskönigspaar. Kinder dürfen sich am Donnerstagnachmittag auf den Auftritt des Liedermachers „Grünschnabel“ freuen. Freitagmittag steht dann gleich mehrfach im Zeichen des Herings: In der „Haifischbar“ wird Matjes serviert, Dehoga-Auszubildende bieten am Hafen frischen Brathering (auch sonnabends und sonntags) an. Lara Zemite freut sich darüber besonders: „Es sind nun mal die Heringstage, also sollte es auch um den Hering gehen.“ Nachmittags wird’s sportlich: Am Südhafen soll das Lok-Trekken starten – üblicherweise ein Spektakel für die, die mitmachen genauso wie für die, die zusehen. Allerdings werden noch Teams gesucht, die sich vor die Lok spannen lassen (info@preuss-optik.de). „Es wäre toll, wenn das Lok-Trekken stattfindet“, sagt Zemite. „Diese Aktion ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal.“ Außerdem zieht die Gruppe „Jazz oder nie“ am Freitag durch die Straßen (auch sonnabends) und bringt – den Umständen entsprechend – Street Jazz zu Gehör. Kinder können sich am Freitag beim Bernsteinschleifen ausprobieren und am Sonnabend in der Kinder-Disko feiern. Auf der Bühne am Südhafen fiebern am Sonnabendnachmittag junge Talente ihrem vielleicht ersten öffentlichen Auftritt entgegen.


Aktionen auf dem Wasser


Und parallel zu den Heringstagen startet bereits mittags das zweite Kappelner Entenrennen, das die Fördervereine des Rotary-Clubs und des Lions-Clubs vom Ellenberger Ufer ausrichten: Tausende kleiner gelber Gummi-Enten und um die 140 „Big Ducks“ schwimmen dann auf der Schlei für den guten Zweck um die Wette. Zemite sagt dazu: „Jede Aktion, die den Blick aufs Wasser zieht, passt besonders gut zu den Heringstagen.“ Und gerade am Sonnabend bietet sich die Gelegenheit, dieses Entenrennen – aber nicht nur das – aus ganz spezieller Perspektive verfolgen zu können: Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) baut nahe des Parkplatzes auf Ellenberger Seite einen Kran samt Heißluftballon auf. Wer sich traut, kann die Zehntausend Enten und vielleicht genauso viele Menschen dann aus bis zu 40 Metern Höhe beobachten. „Besonders schön ist, dass wir mit diesen beiden Aktivitäten die Ellenberger Seite ganz eng mit einbinden“, sagt die Stadtmanagerin. Ebenfalls am Sonnabend können Interessierte im Brückenwärterhäuschen das Modell des Heringszaunes begutachten – das Original gibt’s dann dazu beim Blick aus dem Fenster. Lara Zemite kündigt zudem jemanden an, der tagsüber im Brückenwärterhäuschen anwesend sein wird, um Fragen zum Heringszaun zu beantworten. Den Sonntag läutet schließlich ein ökumenischer Gottesdienst am Südhafen ein, ehe gegen Mittag der festliche Umzug durch die Innenstadt bis zur „Haifischbar“ mit dem neuen Königspaar an der Spitze startet, und Zauberer Bodani will vor- und nachmittags Kinder verzaubern.


Musik und Feuerwerk


Verschiedene Live-Bands, die abends ab 20 Uhr in der „Haifischbar“ aufspielen, DJ-Musik am Südhafen, dazu das große Feuerwerk am späten Freitagabend, das „etwas andere Orgelkonzert“ am Sonnabendnachmittag, das Spielmobil an allen vier Tagen auf dem Deekelsenplatz, außerdem Open Ship auf der „Nis Randers“, Fahrten mit der Dampfeisenbahn oder ein Ostsee-Törn mit der MS Gotland, Fahrgeschäfte wie die Riesenrutsche oder der „Superhopser“ – „es ist ganz schön was zusammengekommen“, findet Lara Zemite.

Verlassen konnte sie sich dabei nach ihren eigenen Worten auf die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, den Vereinen und der Stadt. „Es ist angenehm zu wissen, dass man nicht alleine da steht“, sagt die Stadtmanagerin vor ihrer Heringstage-Premiere. „Viele unterstützen die WTK im Hintergrund.“ Und trotzdem könnte gerade die kürzlich vorgestellte neue Strategie der WTK mit ihren Schwerpunkten „maritim“, „aktiv“ und „nachhaltig“ langsam aber stetig auch für die Heringstage Veränderungen mit sich bringen. Nicht abrupt, aber fließend. „Das gucken wir dann ab 2018“, sagt Zemite. Jetzt steht erstmal 2017 an.


> Das Programm der diesjährigen Heringstage finden Sie für den jeweiligen Tag auch im aktuellen Schlei Boten.


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erstellt am 18.Mai.2017 | 11:22 Uhr

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