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Schlei-Bote

17. Oktober 2017 | 15:12 Uhr

Ein gutes Jahr für die Tourist-Info

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Schönhagen blickt auf die Saison zurück: Übernachtungszahlen stiegen um 6,6 Prozent auf gut 123 000

Die gute Laune steht Johanne Gaipl ins Gesicht geschrieben. Die Teamleiterin der Tourist-Information Schönhagen hatte beim Jahresrückblick fast nur erfreuliche Nachrichten zu verkünden: So sind die messbaren Übernachtungszahlen dieses Jahr auf 123 361 (2013: 115 186) gestiegen, was einem Plus von 6,6 Prozent entspricht. Die Zahl der Ankünfte, bei der etwa Tagestouristen mitgerechnet werden, stieg von 14 364 auf 16 227. Das entspricht einem Zuwachs von 11,5 Prozent.

Wie ist diese Entwicklung zu erklären? „Dafür gibt es viele Faktoren“, sagt Gaipl. „Das gute Wetter und unsere verstärkten Online-Aktivitäten haben sicherlich einen erheblichen Beitrag geleistet.“ Über das Internet erreiche die Tourist-Info ganz neue und jüngere Zielgruppen. „Wir haben 609 Facebook-Fans und bieten für diese über die Plattform Gewinnspiele an und kündigen Veranstaltungen an.“ Doch zufrieden gibt sie sich damit noch nicht. „Es könnten schon ein paar mehr Fans sein, der Wert ist ausbaufähig.“

Gleiches gelte für frei zugängliches WLAN im öffentlichen Raum. Edith Seemann, Vorstandsmitglied der GLC Glücksburg Consultung AG, die im Auftrage der Gemeinde die Tourist-Info betreibt, berichtet: „Das wird zunehmend ein Thema. Wir überlegen, in und um die Tourist-Info gratis Internet-Surfen zu ermöglichen.“ Für viele Urlauber seien Smartphone oder Tablet-PC inzwischen unverzichtbar.

Und nicht nur dann. Gaipl sagt: „26 Prozent der Nutzer rufen unsere Webseite über ein mobiles Endgerät auf.“ Um die Klickzahlen weiterhin hoch zu halten, würden die Seiteninhalte für Internet-Suchmaschinen optimiert werden.

Völlig unberührt von der rasanten technischen Entwicklung bleibt dagegen das Jahresprogramm der Tourist-Info. Dort setzt sie überwiegend auf Bewährtes, wie Neujahrspunschen, Strandfrühstück oder die Kunstroute durch Schönhagen mit Rosa Hoffmann. Kein Wunder, schließlich erwiesen sich die meisten Veranstaltungen als Publikumsmagneten. Gaipl: „Und eine schriftliche Gästebefragung ergab, dass sich fast alle vorstellen können, hier wieder ihren Urlaub zu verbringen.“

Doch Selbstzufriedenheit stellt sich sich bei Gaipl und Brodersbys Bürgermeister Christian Schlömer dennoch nicht ein. „Die Besucherzahlen könnten höher liegen, wenn wir ein Restaurant im Ort hätten“, glaubt Schlömer. Das bestätigt auch Gaipl. „Die meiste Kritik bei der Gästeumfrage bezog sich auf das gastronomische Angebot“, sagt die Tourismus-Expertin. Daher hofft sie, dass sich so bald wie möglich ein Nachfolger für den „Seestern“ findet (wir berichteten). Seemann sagt: „Es gibt auf jeden Fall Interessenten.“

Steigende Gästezahlen könnten auch Auswirkungen auf die Kurtaxe habe, die dann womöglich sinken würde, wie Schlömer bestätigt. Diese wird bislang nur von März bis Oktober fällig und wird ab dem neuen Jahr ganzjährig erhoben. Schlömer: „Dadurch steigen unsere Einnahmen, denn allein dieses Jahr machen wir durch die damit abgedeckten Leistungen rund 40 000 Euro Verlust.“

Zusätzlich könne so erst ermittelt werden, wie viele Gäste tatsächlich in Schönhagen ihren Urlaub verbracht haben, wenn alle Kurtaxe zahlen. Seemann schätzt, dass dann rund 10 000 weitere Übernachtungen statistisch erfasst würden. „Erst wenn ich konkrete und verlässliche Übernachtungszahlen habe, kann ich Fördermittel beantragen“, sagt Schlömer. Insofern sind er und Teamleiterin Gaipl guter Hoffnung, dass auch das kommende Jahr ein erfolgreiches wird.

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