Kappeln : Ein Glas Sekt auf „La Tempesta“

Freude über den neuen Zweier bei Ole Bachus, Jan Malte Küster, Michael Schürmann (Vorsitzender der Rudervereinigung Kappeln), Sascha Schröder (Nospa-Bereichsdirektor) und Frauke Johannsen (Nospa-Regionaldirektorin).
Freude über den neuen Zweier bei Ole Bachus, Jan Malte Küster, Michael Schürmann (Vorsitzender der Rudervereinigung Kappeln), Sascha Schröder (Nospa-Bereichsdirektor) und Frauke Johannsen (Nospa-Regionaldirektorin).

Kappelner Ruderverein tauft sein neues Kombiboot. Die Anschaffung war nur durch Spendengelder möglich.

shz.de von
16. September 2018, 17:14 Uhr

Ich taufe dich auf den Namen „La Tempesta“, verkündete Frauke Johannsen und übergoss den zierlichen Bug des schlanken Ruderboots mit einem Glas Sekt. Damit hat der Kappelner Ruderverein ein neues Kombiboot, das als Doppelzweier und als Zweier ohne Steuermann genutzt werden kann. „2012 hatten wir zum letzten Mal die Gelegenheit ein Boot zu taufen“, sagte Michael Schürmann, Leiter der Rudervereinigung und Trainer der Ruder-Jugend, in seiner Ansprache. Die meisten Boote seien älter als die anwesenden Sportler und stammten teilweise noch aus den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Rennruderboote bestehen aus Faserverbundwerkstoffen und sind sehr teuer. Die Rudervereinigung hätte die Mittel für ein solches Boot alleine nicht aufbringen können. Möglich wurde die Anschaffung nun durch eine großzügige Spende der Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) Jugend- und Sportstiftung Schleswig-Flensburg. Weitere Unterstützung leistete der Landesportverband und der Ruderverband Schleswig-Holstein. Frauke Johannsen und Sascha Schröder von der Nospa waren extra aus Flensburg angereist, um bei der kleinen Tauffeier, an der viele Ruderer und ihre Eltern teilnahmen, dabei sein zu können. Sehr interessiert ließen sie sich von Schürmann über die Aktivitäten der Ruderer informieren, machten eine Rundgang durch die Räumlichkeiten und probierten sogar die Ergometer-Trainingsgeräte aus.

Mit dem neuen Boot, das von einer italienischen Werft gebaut wurde, sollen Wettkämpfe im ganzen Bundesgebiet und auch auf internationaler Ebene gefahren werden. „La Tempesta“ misst bei 8,7 Metern Länge nur knapp 50 Zentimeter an der breitesten Stelle und wiegt gerade einmal 27 Kilo. Der Name des Boots, der auf Deutsch „Der Orkan“ bedeutet, lässt trotz der sehr fragilen Bauweise, große Durchsetzungskraft vermuten. „Nicht jeder darf damit fahren“, meinte daher Schürmann mit einem Augenzwinkern.

Anlässlich der Taufe durften dies Jan Malte Küster und Ole Bachus, die beide in der Leistungssportgruppe des Vereins trainieren und bereits beachtliche Wettkampferfolge errungen haben. Sie trugen das Boot an den Steg, ließen es zu Wasser und ruderten probeweise einmal über die Schlei. In zwei Wochen wird „La Tempesta“ auf dem Baltic Cup, einem internationalen Ruder-Wettkampf, zusammen mit den Top-Sportlern der Kappelner Rudervereinigung, zeigen was es kann.

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