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Weißstörche : Ein ganzes Dorf wartet auf Adebar

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Naturschutzverein stellt neues Nest in Norderbrarup auf. Die Vögel nisteten zuletzt vor 20 Jahren in dem Ort.

Norderbrarup hat wieder ein Storchennest. Auf Antrag des Naturschutzvereins Süderbrarup und Umgebung errichtete die Ausbildungsgruppe der Eon Netz AG einen Mast mit Korb im Garten der Ziegeleistraße 10. Vor 50 Jahren gehörte der Weißstorch noch zum Dorfbild in Norderbrarup. Parallel zum Rückgang des Storchenbestandes in Schleswig-Holstein ließ sich Adebar in den folgenden Jahren auch in Norderbrarup immer seltener blicken. Die letzte Brut erfolgte vor 20 Jahren, das alte Storchennest ist verfallen, der Standort schwer zugänglich.

„In den letzten Jahren wurde wieder ein deutlicher Anstieg der Brutpaare festgestellt, auch an der Ostgrenze des Verbreitungsgebietes des Weißstorchs in Angeln, wo Norderbrarup einzuordnen ist“, erklärt Ulf Martensen, Vorsitzender des Naturschutzvereins. Das liege an der zunehmenden Zahl der in Spanien überwinternden oder über Westeuropa nach Afrika ziehenden Störche.

Seine Anfrage nach Unterstützung beim Nestbau stieß bei der Netz AG sofort auf offene Ohren. Sehr kurzfristig sagte die Ausbildungsgruppe des Unternehmens Hilfe zu. Unter Leitung von Timo Samuelsen wurde ein 14 Meter hoher Mast auf dem Grundstück von Uwe Petersen in Norderbrarup aufgestellt. Gleich mitgeliefert wurde das Nest mit einem Durchmesser von 1,20 Metern mitsamt allen Befestigungsteilen.

„In den letzten Jahren hat die EonNetz AG 380.000 Euro für Vogelschutzmaßnahmen aufgewendet“, sagt Pressesprecherin Christine Pinnow. Dabei habe man an der Einrichtung von mehr als 50 Storchennestern mitgearbeitet. Andere Maßnahmen seien der Aufbau von Vogelschutzhauben und Bündelabweisern bei Freiluftleitungen gewesen. Wenn der Wunsch nach solchen Einrichtungen vorhanden sei, können sich Institutionen oder Privatpersonen an das Netzcenter der Region wenden.

In Norderbrarup ist unter den Einwohnern inzwischen das Storchenfieber ausgebrochen. Und im kommenden Frühjahr hoffen alle auf eine Rückkehr der gefiederten Gäste aus Afrika.

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