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Schlei-Bote

16. Dezember 2017 | 08:51 Uhr

Musik am Noor : Ein Fest der guten Laune

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Acht Gruppen sorgten in Arnis für einen bunten Mix aus Folk, Rock bis hin zu Dixieland.

shz.de von
erstellt am 11.Aug.2014 | 07:30 Uhr

„Musik schafft Freunde“ – so wünschen es sich die Organisatoren des Festivals „Musik am Noor“. Die Mischung aus Folk, Rock, Jazz, Blues, Dixieland und Swing verschafft nicht nur dieser Musik viele Freunde, sondern auch Deutschlands kleinster Stadt. Ob Einheimische oder Urlauber, jung oder alt: Viele Hundert Besucher kamen nach Arnis und erlebten dort an zwei Tagen acht Musikgruppen. Nicht nur die Besucher waren begeistert, sondern auch die Musiker von einem Publikum, das mitmachte und sich wohlfühlte.

Kaum, dass Bürgermeister Bernd Kugler das vierte Festival eröffnet hatte, da ging es auch gleich zur Sache. Angesichts des „vollen Hauses“ blieb Jan-Willem Paulsen, der für „Musik am Noor“ einmal mehr die Halle seiner Werft und das Noor-seitige Gelände zur Verfügung gestellt hatte, nur, mit den Besuchern „auf ein schönes Fest“ das Glas zu erheben. Bei dem Festival, dessen Regie in der Hand vieler ehrenamtlich tätiger Bürger lag, herrschte ein stetes Kommen und Gehen. Viele wippten zum Takt der Musik mit. Etliche, denen der Rhythmus so richtig ins Blut ging, hielt es nicht auf den Stühlen – sie schwangen ausgelassen das Tanzbein.

Als Lichtmeister wieder mit dabei war Thomas Wöltjen aus Bremen, im Herzen schon längst ein Arnisser. Er setzte das Drumherum ins rechte Licht. Wöltjen lobte die Veranstaltung und die sie organisierenden Bürger. Dietmar Gehrke aus Hannover, ausgestattet mit einem „Noor-Hut“, fühlt sich längst als Arnisser, schließlich hat er in die kleine Stadt eingeheiratet. Wöltjen wie Gehrke bescheinigten den Organisatoren, viel Herzblut ins Festival zu investieren. „Musik am Noor ist längst zu einem Pfund geworden, mit dem Arnis wuchern kann und das auch mit Erfolg tut“, sagte Wöltjen. Gehrke betonte auch die lokale Bedeutung der Veranstaltung: „Das Festival schafft einen musizierenden Brückenschlag über das Noor hinweg und verbindet so Arnis mit der Nachbargemeinde Grödersby.“

Zu den Besuchern gehörte auch die vierköpfige Crew der „Lady Lu“- ein vor 32 Jahren in Arnis gebautes Segelschiff mit Liegeplatz im Noor. Horst-Michael Scholz, seine Lebensgefährtin Doris Melis, Tochter Ann-Kathrin und deren Freund Maxime Guinard – alle aus Hamburg verbringen jedes Wochenende in Arnis. Jetzt wollen sie von der Schleistadt aus Kurs gen Dänemark nehmen. Doch bevor sie in See stachen, ließen sie es sich nicht nehmen, bei „Musik am Noor“ mitzumischen. Ihr Kommentar: „In diesem Jahr ist alles noch größer, noch voller, aber immer noch schön.“ Für die Crew steht fest: „2015 sind wir wieder mit dabei.“

Mit dem Segelboot auf dem Rückweg nach Hamburg legte ein Pärchen des Festivals wegen einen Zwischenstopp im Noor-Seglerhafen ein. Das erste Mal dabei meinten die beiden begeistert: „Hier stimmt alles, das Musik, das Wetter, die Location und die Atmosphäre.“

Zufrieden lag die vier Monate alte Anna-Greta in den Armen ihres Vaters Rainer Haase, der mal hier, mal dort, auch in Arnis lebte und jetzt in Kappeln wohnt. Sein liebevoller Blick war auf das kleine Mädchen gerichtet. Wo er war, war auch sie meistens mit dabei – beim Segeln und jetzt auch bei „Musik am Noor“.

Mit ihrem Festival haben die Arnisser einmal mehr bewiesen, was sie fähig sind, zu organisieren. Dazu ziehen alle – unterstützt von etlichen Sponsoren– an einem Strang. Und die Organisatoren haben zu bekannten Musikgruppen wie „Tears for beers“, „ZAK“, „Vestre Jazzvaerk, „Jazz oder nie“, „The Regulators“, „Jesse-Grell-Trio“, „Bobo Moreno mit Bo Stief und Ole Kock Hansen“ sowie „Clem Clempson Band mit Chris Farlowe“ einen heißen Draht. So hat sich das Festival zu einem Highlight der schleswig-holsteinischen Musikszene gemausert. Und so soll es in Arnis auch im nächsten Jahr wieder „Musik am Noor“ geben.

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