Rotary Club Kappeln : Ein Brauer aus Leidenschaft

Hannes Frank freut sich über die Auszeichnung des Rotary Clubs, die im Club-Präsident Sven Mohr (li.) und Laudator Christian Lang (r.) überreichen.
Hannes Frank freut sich über die Auszeichnung des Rotary Clubs, die im Club-Präsident Sven Mohr (li.) und Laudator Christian Lang (r.) überreichen.

Der Kappelner Rotary Club zeichnet den 22-jährigen Hannes Frank mit dem Anerkennungspreis aus.

shz.de von
14. Juni 2018, 12:00 Uhr

Einmal im Jahr versammelt sich Kappelns Rotary Club im altehrwürdigen Torhaus von Gut Frauenhof, um in diesem besonderen Ambiente den Anerkennungspreis des Clubs zu verleihen. Insbesondere für sein soziales Engagement bekannt, hat der Rotary Club Kappeln mit dem Anerkennungspreis für junge Menschen unter 30 Jahre ein Instrument geschaffen, das besondere Leistung und Innovation würdigen soll. „Wir wollen motivieren und auch Vorbilder schaffen“, begründet Rotary-Präsident Sven Mohr, die mit einem Geldpreis von 1000 Euro verbundene Ehrung. Die Findungskommission des Clubs verleiht die Ehrung auf Vorschlag von Ausbildern, Vorgesetzten oder von Club-Mitgliedern.

Im elften Jahr hat der Rotary Club mit Hannes Frank einen 22 Jahre jungen Mann ausgewählt, der sich bereits im dritten Jahr seiner Ausbildung zum Brauer mit der Weltbrauerei in Taarstedt selbstständig gemacht hat. In seiner Laudatio würdigte Rotary-Mitglied Christian Lang den Mut und die Tatkraft des jungen Unternehmers, der im Chemieunterricht an der Klaus-Harms-Schule in Kappeln sein Interesse für die Braukunst entdeckt hatte. Nach einem Praktikum in einer Brauerei stand für Hannes Frank fest, Brauer zu werden. Bei der Diebels-Brauerei absolvierte Frank seine Ausbildung. Seine Lehrherren hatten offensichtlich sofort gemerkt, dass hier ein junger Mann nicht nur lernen wollte, sondern für den Beruf brennt. Wobei Sven Mohr feststellte, dass es im Beruf wichtig sei, nicht nur für das Praktische zu brennen, sondern auch das zusätzliche breite Feld des selbstständigen Unternehmers kennen zu lernen.

„Bier zu brauen, ist kreativ und baut auf eine Tradition aus dem Jahre 1516 auf“, betonte Christian Lang. Obwohl nach dem Deutschen Reinheitsgebot für die Bierherstellung lediglich Wasser, Malz, Hopfen und Hefe erlaubt sind, gibt es in Deutschland alleine 5000 Biersorten. Dass der Beruf des Bierbrauers ein sehr kreativer ist, wird durch die erlaubten Zutaten deutlich. Es gibt 40 verschiedene Malzarten, 250 verschiedene Hopfensorten und über 1000 Hefe Stämme.

Noch während seiner Lehre bekam Hannes Frank das Angebot, die noch junge Weltbrauerei in Taarstedt zu übernehmen. Nach reiflicher Überlegung unterschrieb er im Dezember 2016, im dritten Lehrjahr, einen Vorvertrag und wurde nach bestandener Gesellenprüfung im Juli 2017 Besitzer des Brau-Betriebes – für den jungen Brauer eine echte Herausforderung in dem Ein-Mann Betrieb. Zuständig ist er nicht nur für das Brauen schmackhafter Biere, auch das Etikettieren, Verkaufen und Ausfahren der Ware gehört zu seinen Aufgaben.

„Der Preis ist für mich Ehre und Ansporn zugleich“, dankte Hannes Frank den Mitgliedern des Rotary Clubs für die Auszeichnung und versprach, mit Tatkraft neue Projekte umzusetzen. Rotary-Präsident Sven Mohr und Laudator Christian Lang überreichten unter dem Beifall der Club-Mitglieder den Pokal und die Ehrenurkunde an Hannes Frank. Der hatte allerdings wenig Zeit die Auszeichnung zu genießen, da die Gäste zum Bier schmecken eingeladen waren, dass der Brauer eigenhändig zapfte.

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