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Friedhöfe : Ein besonderer Ort der ewigen Ruhe

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Kirchengemeinde weiht Urnengemeinschaftsfelder in Rabenkirchen und Arnis ein. Insgesamt 90 neue Bestattungsplätze stehen zur Verfügung.

Mit Ende des Kirchenjahres ging in der Kirchengemeinde Arnis-Rabenkirchen ein seit Langem gehegter Wunsch in Erfüllung: Auf den Friedhöfen nahe der Arnisser Schiffer- und der Rabenkirchener Marienkirche entstanden die Urnengemeinschaftsfelder und Pastorin Nadja Jöhnk weihte diese jetzt ein. Und vor allem die Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Dagmar Fötsch-Middelschulte, freute sich, dass es nun endlich soweit war.

Dabei brauchte die Umsetzung des Vorhabens nur relativ kurze Zeit. Die Planungen hatten Fötsch-Middelschultes Worten zufolge im März begonnen, und sie betonte: „An diesem Prozess haben sich viele Menschen beteiligt.“ Ihnen allen gebühre Dank. „Das, was an Ideen entwickelt wurde, haben viele Seiten unterstützt“, sagte die Kirchengemeinderats-Vorsitzende. Dabei galt ein ganz besonderer Dank der Stadt Arnis, deren gewählte Vertreter sich bereit erklärten, für den Stein auf der Anlage ihres Friedhofes einen Zuschuss bis zu 3000 Euro zu gewähren. Der Arnisser Bürgermeister Bernd Kugler nutzte die Gelegenheit, um klarzustellen, dass man dieses Geld ohne Wenn und Aber gegeben habe. Allerdings wird der Betrag nun dank anderweitiger Unterstützung nicht in voller Höhe benötigt. Kugler: „Entstanden ist ein besonderer Ort der Ruhe, und das ist gut so.“

Das Urnengemeinschaftsfeld von Arnis, auf dem rund 30 Urnen beigesetzt werden können, dominiert ein Wall, aus dem ein großer Stein in Segelform herausragt. Dagmar Fötsch-Middelschulte erklärte, dass eben das im Zusammenhang mit der Schifferkirche stehe und symbolisiere, dass die an der Schlei gelegene kleine Stadt Arnis den Stürmen und dem Wasser trotze. Dazu passe der Spruch auf dem steinernen Segel: „Unter dem Schatten Deiner Flügel habe ich Zuflucht“.

Ganz anders gestaltet ist das rund 60 Bestattungsplätze umfassende Urnengemeinschaftsfeld auf dem Friedhof von Rabenkirchen. In der Mitte einer in Kreuzform angelegten Hecke steht ein von dem Kirchengemeinderatsmitglied Michael Reisdorf zur Verfügung gestellter Findling auf einer Stele. Dieser von seinem Vater einst auf einem Feld gefundene Findling ähnelt einem Raben, womit zugleich die sich um die Kirche rankende Legende erweckt wird. Danach spielte ein Rabe dereinst beim Bau des Gotteshauses eine wichtige Rolle und war letztlich auch Namensgeber für den Ortsteil Rabenkirchen.

In der Propstei Angeln sind die Urnenfelder von Arnis und Rabenkirchen derweil nicht die ersten. Nach Auskunft von Arno Carstensen, Leiter der Kappelner Friedhofsverwaltung, existieren bereits andere in Toestrup, Süderbrarup, Gundelsby und gleich sechs in Kappeln. Dass fünf der sechs Kappelner Urnengemeinschaftsfeld mit je 32 Urnenplätzen bereits belegt sind, gibt dem Ausdruck, was Carstensen hinterher erklärte. „Die Menschen wollen weg von der komplett anonymen Bestattung unter dem grünen Rasen“, sagte der Mann von der Friedhofsverwaltung. Urnengemeinschaftsfelder wie die in Arnis und Rabenkirchen nämlich erlauben es den Hinterbliebenen, einen kleinen Stein mit dem Namen des Verstorbenen zu versehen, der dann auf dem Urnenfeld platziert wird und der Stätte etwas Individuelles verleiht. Hinzu kommt, dass die aufwendige Pflege eines Grabes praktisch entfällt. Arno Carstensen: „Vor allem Angehörige, die nicht vor Ort sind, empfinden das als Vorteil.“ Die Ruhezeit in Arnis und Rabenkirchen beträgt jeweils 20 Jahre.

Was die Kosten für die Gestaltung der beiden Felder betrifft, liegen die Abrechnungen zwar noch nicht vor, aber die Kirchengemeinderatsvorsitzende spricht von geschätzten 5.000 Euro für Rabenkirchen und rund 3.000 Euro für Arnis.  

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