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Joachim Kempa baut : Ein Ärztezentrum für Satrup

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Apotheker Joachim Kempa investiert in einen Neubau für niedergelassene Mediziner.

„Meine Investition soll den Gesundheitsstandort Satrup stärken.“ Apotheker Joachim Kempa kann von seiner Apotheke in der Glücksburger Straße täglich den Baufortschritt betrachten. Auf dem Nebengrundstück haben vor einigen Tagen die Erdarbeiten für ein ärztliches Zentrum begonnen. Als Kempa vor zehn Jahren die Ritter-Apotheke von Manfred Koch übernahm, hatte dieser bereits das Nachbargrundstück mit dem Ziel erworben, dort ein Ärztezentrum zu errichten.

Die Entwicklung im Mittelangler Ortsteil Satrup hat Kempa dann bewogen, die Pläne seines Vorgängers umzusetzen. Die Kostensituation für praktizierende Ärzte hat auch im Gesundheitswesen zum Umdenken beigetragen. Einzelpraxen sind aus Kostengründen oftmals ein Problem. Schon vor vielen Jahre haben sich in Satrup ansässige Ärzte in Gemeinschaftspraxen zusammengeschlossen – sie teilen sich teure medizinische Geräte und arbeiten bei Abrechnungen und in Büroangelegenheiten zusammen.

Für Joachim Kempa geht es nun darum, den Standort auch für die Zukunft zu sichern. Aus diesem Grund baut er ein barrierefreies, zweistöckiges Gebäude mit insgesamt 600 Quadratmetern Grundfläche. Der zweite Stock wird durch einen Lift erschlossen. Auf dem Grundstück entstehen zusätzliche Parkflächen, und auch an E-Mobile wurde gedacht. Während die Patienten beim Arzt sind, können sie an fünf Ladestationen ihren Pkw mit Strom auftanken. Die Praxis im Erdgeschoss ist bereits vermietet. Dort wird eine Allgemeinarztpraxis mit vier Ärzten einziehen. Durch den Flensburger Arzt Dr. Joachim Oldenburg wird der Diabetes-Standort Satrup gestärkt.

Für Kempa ist es wichtig, selbstständig praktizierenden Ärzten ein Angebot zu machen. Medizinische Versorgungszentren, die von Gesundheitskonzernen mit wechselnden Medizinern betrieben werden, schaden seiner Meinung nach dem Arzt-Patienten-Verhältnis, das für einen Heilungsprozess wichtig sein kann. Ein praktizierender Landarzt kennt seine Patienten und deren Umfeld. „Satrups Ärzte stehen der Entwicklung zu ärztlichen Zentren positiv gegenüber“, weiß Kempa aus Gesprächen. Für die noch freie Etage wünscht er sich einen Facharzt, möglicherweise einen Dermatologen, und unterstreicht, dass es um einen Einzugsbereich von 80.000 Patienten geht. Ende des Jahres können die Räume übergeben werden.

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