Eckernförder brauchen mehr Schwimmzeiten

Die Schwimmzeiten im Eckernförder Wellenbad sind begehrt.
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Die Schwimmzeiten im Eckernförder Wellenbad sind begehrt.

Erste Zwischenergebnisse des Sportentwicklungsplanes / Sporthallen effektiver nutzen

shz.de von
08. November 2013, 00:31 Uhr

Die Eckernförder sehen ihre Heimat als bewegungsfreundliche Stadt. Das ist eines der vorläufigen Ergebnisse des im Entstehen befindlichen Sportentwicklungsplans, mit dem die Stadt Eckernförde den Sportwissenschaftler Professor Dr. Robin Kähler aus Kiel beauftragt hat. Dennoch gibt es einige Defizite im Bereich der Schwimmmöglichkeiten und bei der effektiven Nutzung der Sporthallen.

Vereine, Schulen, Kindergärten und Bürger – sie alle wurden zur Sportsituation in Eckernförde befragt. Die Rücklaufquoten der Fragebögen sind unterschiedlich: 32 Prozent der kontaktierten Vereine haben geantwortet. „In ihnen sind aber 95 Prozent aller Vereinsmitglieder organisiert“, so Kähler. 70 Prozent der Schulen und die Hälfte der Kindergärten haben ihre Antworten zurückgeschickt, während es bei den Bürgern nur 420 (17 Prozent) waren.

77 Prozent aller Befragten sind mit dem Sportangebot in Eckernförde zufrieden, 82 Prozent finden die Sportstätten ausreichend. Die Arbeit von Vereinen und Verwaltung wird als gut beurteilt. „Das ist in größeren Städten anders“, so Kähler. Die Eckernförder schätzten die Kleinteiligkeit und Beschaulichkeit ihrer Heimatstadt ohne pompöse Angebote wie eine überdimensionierte Indoor-Anlage. Für eine solche Anlage hat die Umfrage keinen Bedarf ergeben. Aus touristischer Sicht sollte die Möglichkeit der sportlichen Betätigung zwar erhalten werden. „Die Leute kommen aber nicht wegen des Sports nach Eckernförde“, glaubt Kähler. Radfahren, Schwimmen, Wandern seien hier bevorzugte Betätigungen. Ähnlich sieht es bei den Einheimischen aus. Die beliebteste Sportart ist das Fitness-Training, gefolgt von Laufen, Radfahren und Schwimmen, Walking und Gymnastik. Erst auf Platz sieben folgt Fußball. Daraus schließt Kähler, dass die Weiterentwicklung des öffentlichen Raums als Bewegungsraum eine große Rolle spielt: sichere, breite und beleuchtete Wege mit gut befahrbarem Untergrund.

Bei den Sporthallen plädiert Kähler für eine effektivere Nutzung, bevor man über Neubauten nachdenken sollte. „Die Nutzung kann effizienter gestaltet werden, sie ist nicht optimal.“ Gleichzeitig sollten feste Hallenzeiten immer nur für ein halbes oder ein ganzes Jahr vergeben werden, um ständig den Bedarf zu überprüfen.

Beliebteste Sportstätte ist das Wellenbad, das aber zu wenig Kapazitäten aufweist. Kähler könnte sich ein Lehrschwimmbecken am Eckernförder Schulzentrum vorstellen, um für Entlastung zu sorgen. In einem Workshop am 26. November ab 18 Uhr im Ratssaal wollen Politik, Vereine, Verwaltung, Touristiker und Bürger gemeinsam Leitziele und konkrete Maßnahmen entwickeln.

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