Gorch-Fock-Schule : Durstlöscher in der Pausenhalle

Wasser marsch: Jette Franck, Klara Lübker, Jonah Bierlein, Max Hageböcker und Emilia Berner (von links) nutzen den  Wasserautomat in der Gorch-Fock-Schule gerne.
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Wasser marsch: Jette Franck, Klara Lübker, Jonah Bierlein, Max Hageböcker und Emilia Berner (von links) nutzen den Wasserautomat in der Gorch-Fock-Schule gerne.

Der neue Wasserautomat in der Gorck-Fock-Schule wird gut angenommen. Jetzt sollen auch andere Schulen diesen Apparat erhalten.

shz.de von
18. Juni 2014, 07:30 Uhr

In der Pausenhalle der Gorch-Fock-Schule ist neuerdings ein stählerner Kasten zu sehen. Und der ist gerade an den heißen Tagen das Ziel zahlreicher Schüler. Dicht gedrängt umringen sie den Wasserspender. Wasser mit und ohne Kohlensäure, gekühlt und nicht gekühlt gibt es hier aus der Leitung. „Jeden Tag trinke ich hier bestimmt einmal ein Glas“, sagt Klara Lübker aus der 3 a. Ihr Klassenkamerad Max Hageböcker sucht auch häufig den Trinkbrunnen auf, er schwört auf Wasser mit Kohlensäure: „Das prickelt so schön.“ Und Emilia Berner und Jette Franck gefällt die Idee mit dem Wasserautomaten.

Den Einfall hierzu hatte die Vorsteherin des Nahbereichsschulverbandes Marta Kraft. „Unser Ziel ist es, eine gesunde Schule zu sein. Was gibt es da gesünderes als unser enorm gut kontrolliertes Trinkwasser?“, meint Kraft. Getränke, so die Schulverbandsvorsteherin, seien wichtig fürs Gehirn. „Doch deswegen sollten die Kinder nicht dieses süße und zuckerhaltige Zeug trinken“, sagt Marta Kraft. Schulleiterin Barbara Scheufler gibt Kraft recht. „Wenn Kinder übergewichtig sind, ist das häufig nicht nur eine Folge ihres Essverhaltens, sondern auch auf den Genuss von süßer Limonade und Fruchtsäfte zurückzuführen“, sagt Scheufler.

Im Bau- und Finanzausschuss gab es wegen finanzieller Bedenken noch Gegenstimmen zu ihrem Vorhaben, daher wollte Kraft sich ums Sponsoring für die mehr als 3500 Euro teure Maßnahme kümmern und fand in dem Wasserverband Nordschwansen einen Partner. Dessen Vorsteher Udo Rust erläutert, dass der Wasserverband eigentlich kein Sponsoring betreibt. Doch bei diesem Anlass machte der Verband eine Ausnahme. „Schließlich geht es hier um einen guten Zweck, und für uns hat das Ganze auch eine gute Wirkung“, meint Rust. Die Idee findet er jedenfalls super. „Unser Wasser wird am meisten untersucht. Angesichts der ganzen Lebensmittelskandale gibt es kein besseres Argument fürs Leitungswasser“, sagt er. Wilhelm Fülling, Vorstandsmitglied im Wasserverband Nordschwansen, hält es für wichtig, dass die Eltern mit gutem Beispiel voran gehen. „Wenn die Eltern Wasser trinken, werden ihre Kinder das auch tun“, so der Winnemarker Bürgermeister.

In der Gorch-Fock-Schule wird das neue „Wasserangebot“ laut Barbara Scheufler „super“ angenommen. „An den jetzt heißen Sommertagen dürfen unsere Schüler auch während des Unterrichts trinken“, so die Schulleiterin. Da trifft es sich gut, dass es den Wasserautomaten in der Schule gibt. Der Drittklässler Jonah Bierlein (9) bringt die Vorteile der Neuanschaffung auf den Punkt. „An heißen Tagen kann ich meine Flasche hier schnell wieder auffüllen“, so Jonah. Und für Kinder, die ihre Flasche vergessen haben, hält die Schule Trinkbecher bereit.

Für Kraft ist der Trinkbrunnen in der Gorch-Fock-Schule nur der Anfang. Sie will dies in jeder Schule des Verbandes einführen. Neben dem Gesundheitsaspekt führt sie noch ein zweites Argument dafür an: Der Trinkbrunnen ist demnach für die Kinder ein gemeinschaftliches Erlebnis. Und weiter führt Marta Kraft aus: „Kinder sind in der Gesellschaft das schwächste Glied, doch jedes Kind, das Gemeinschaft erlebt, nimmt es mit ins Leben.“

> Die Gorch-Fock-Schule bemüht sich auf unterschiedliche Art, die Betreuung der Kinder zu verbessern. So bietet die Grundschule seit dem 1. Februar vor Schulbeginn ein Frühstück bestehend aus Cornflakes oder Müsli an. Eine Anmeldung dazu wird nicht benötigt. 25 Kinder machen davon regelmäßig Gebrauch. Zudem weitet die Schule ab dem 25. August die Betreuungszeiten von 14 auf 16 Uhr aus. Dies gilt auch für die Außenstelle in Habertwedt.

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