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Mehr Platz für kappelner Kinder : DRK-Kita: Viel mehr als nur ein Anbau

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Einrichtung im Fröbelweg feiert Einweihung. Wachsender Bedarf an Mittagsversorgung hatte zum Engpass geführt.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2017 | 06:58 Uhr

Kappeln | Die DRK-Kita hat turbulente Monate hinter sich: Ein An- und Umbau brachte reichlich räumliche Veränderungen. Jetzt wurde Einweihung gefeiert: erst mit allen am Bau Beteiligten und anschließend mit den Eltern und den Kindern.

Eine Kita mit 100 Kindern und immer mehr davon nehmen inzwischen auch das Mittagsangebot in Anspruch: So wurde es eng in der kleinen Küche, und gegessen werden musste in zwei verschiedenen Räumen. Es wurde Zeit für eine Veränderung. „Die ersten Gespräche dazu hat 2013 schon unsere Vorgängerin Gerhild Wienzoschek geführt“, berichtet Sabine Sohr, die die DRK-Kita gemeinsam mit Wenke Kessler leitet. Bis es soweit war, vergingen fast drei Jahre: Die ersten Arbeiten begannen im Frühsommer 2016. Im Januar dieses Jahres waren alle An- und Umbauten abgeschlossen. Brigitte Geißler, Referentin für Kitas im DRK-Kreisverband Schleswig-Flensburg, hat den Bau von Anfang bis Ende begleitet. Sie lobt den Kappelner Architekten Marco Schröder für seine Arbeit. „Er hat einen Blick dafür, was die Kinder mögen und die Mitarbeiter brauchen“, sagt sie, denn bei der Erweiterung ging es nicht nur darum, einfach einen größeren Speiseraum anzubauen. In dem neuen Anbau, der äußerlich mit seinem gelben Putz gut zum restlichen Gebäudekomplex passt, ist ein Gruppen- und Bewegungsraum untergebracht. Der Gruppenraum, der dadurch frei wurde, ist zu einem großen Speiseraum umfunktioniert worden, in dem die Kinder nun gemeinsam essen können. Das brachte Platz für die jetzige Küche, die vorher auch als Speiseraum herhalten musste. Die neue Küche ist groß, hell, vor allem aber praktisch und gut ausgestattet. Die alte Küche wird als Materialraum genutzt. Im Zuge der Umbauten wanderte auch eine Hochebene in einen anderen Gruppenraum, und ein Waschraum wurde krippengerecht umgestaltet. Die älteren Gebäudeteile wurden energetisch saniert, es gab neue Fenster und LED-Lampen, Bodenbeläge und Türrahmen. Zu allem Überfluss wurde auf dem Dach auch noch ein Marderbefall festgestellt, und der Nager hatte einen nicht unerheblichen Schaden angerichtet. „Wat mutt, dat mutt“, hatte Thomas Johannsen, der das Projekt in der Stadtverwaltung betreute, nur gesagt und weitere Maßnahmen veranlasst.

Auch allen Mitarbeitern der Einrichtung wurde in den vergangenen Monaten einiges abverlangt – flexibel mussten sie umziehen, Räume frei machen und Möbel schleppen. Die Kinder dagegen schienen die Bauzeit zu genießen. „Die Bauarbeiter waren ihre Helden. Sie saßen am Bauzaun, bewachten ihre Toilettengänge und sogar die verwaiste Baustelle, um bloß nichts zu verpassen“, berichtete Sabine Sohr.

„Wir haben einen wunderbaren Anbau bekommen“, fasste Kai Schmidt, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, zusammen und bedankte sich bei der Stadt Kappeln für die großzügige Unterstützung. „Es ist uns wichtig, dass die Kinder hier nicht nur untergebracht werden, sondern dass das Leben für sie hier ordentlich gestaltet werden kann“, erklärte Helmut Schulz, Vorsitzender des Sozialausschusses.

„Über 400.000 Euro sind hier reingegangen, das wurde zügig von Verwaltung und Politik so beschieden“, erklärte Bürgermeister Heiko Traulsen, der dem Bedarf an weiteren Kita-Plätzen auch etwas Positives abgewinnen konnte: „Gott sei Dank ist Nachfrage da. Das heißt ja doch, dass die Stadt viele Kinder hat.“

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