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Schlei-Bote

19. August 2017 | 22:39 Uhr

Doppelte Bootstaufe mit Schlei-Wasser

vom

Rudervereinigung vergrößert ihre Flotte / Eigens zum "Tag des Ruderns" kam auch Laura Schwensen nach Kappeln / "Schnupper"-Angebote für Besucher

KAPPELN | Zum "Tag des Ruderns" hatte der Deutsche Ruderverband aufgerufen, und die Rudervereinigung im TSV Kappeln (RVK) mischte mit: Ehrensache. Diese Veranstaltung diente vor allem dazu, Nicht-Ruderern die Möglichkeit zu bieten, in diese Sportart hineinschnuppern zu lassen. Und davon machten am Wochenende zahlreiche Besucher in Grauhöft regen Gebrauch - mit dem Ergebnis, dass etliche sich für einen Anfängerkursus vormerken ließen.

Das "Schnupper"-Angebot ließ sich Rainer Moll nicht zwei Mal machen. Schnurstracks kletterte der zweite stellvertretende Bürgermeister in eines der auf der Schlei startklar liegenden Boote. Fachfraulichen Rat gab es von keiner Geringeren als der Londoner Olympiateilnehmerin Laura Schwensen. RVK-Mitglied Schwensen, Steuerfrau im deutschen Frauenachter, war zum "Tag des Ruderns" eigens aus Dortmund vom dortigen Olympia-Stützpunkt angereist - aus alter Verbundenheit zum Heimatverein. Hier hat die junge Frau das Rudern gelernt und ist mittlerweile für die Schleistadt zu einer Sport-Botschafterin geworden. Klar, dass darüber der RVK-Vorsitzende, Michael Schürmann aus Rabel, glücklich ist - und natürlich auch darüber, dass seine Ruderer national und international längst ein gewichtiges Wörtchen mitreden.

Und weil viele, die sich der Rudervereinigung verbunden fühlen, gekommen waren - darunter auch Dagmar Ungethüm-Ancker, nicht nur Vorsitzende des TSV Kappeln, sondern seit Kurzem auch Bürgervorsteherin der Stadt -, war alles verbunden mit einem kleinen Sommerfest, trotz gelegentlicher Regenschauer. Höhepunkt dieses Festes war eine doppelte Taufe, wodurch sich der Boots-Fundus der Rudervereingung - rund 30 Stück - um zwei weitere vergrößerte. Taufpaten waren aus alter Verbundenheit zur Vereinigung Kappeln Ex-Bürgervorsteher Jürgen Seemann sowie Inge Babe, Hafenmeisterin und Schriftführerin der RVK. Um die Verbundenheit zum Kappelner Ruderrevier zu dokumentieren, vollzogen beide das Zeremoniell mit Schleiwasser.

Die "acqua alianti" - gleichbedeutend mit Wassergleiter - ist ein moderner ungesteuerter Vierer: nicht nur schnittig anzusehen, sondern auch schnell - eben ein Rennboot und eine Investition von rund 16 000 Euro. Dieses Geld hatte der Verein "nicht mal so eben in der Tasche". Da gab es den Erlös aus einer Aktion,viele Sponsoren wie den Rotary-Club, Dr. Matthias Grünhagen von der Damper Klinik, den eigenen Förderverein und den schleswig-holsteinischen Ruderverband. Beim zweiten Boot handelt es sich dagegen eher um einen Oldtimer, gebaut in den 1960er-Jahren. Ein Hamburger Ruderclub hatte den nicht mehr fahrbereiten Vierer mit Steuermann ausgemustert. Dieses Geschenk aus der Hansestadt nahmen die Kappelner Ruderer gerne entgegen, machten sich in der Werft von Stephan Ernst-Schneider in Grödersby an die Arbeit und renovierten unermüdlich. Der Werftbesitzer steuerte die notwendigen Holzarbeiten für dieses Boot mit Kunststoffrumpf bei - insgesamt eine Arbeit von weit über hundert Stunden. Das Boot, das dem Vernehmen nach Ostsee-tauglich ist, geht nun unter dem Namen "Große Breite" auf Ruder-Kurs und zeigt auch mit seinem Namen die Verbundenheit zum heimischen Ruderrevier.

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erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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