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Schlei-Bote

12. Dezember 2017 | 03:55 Uhr

Hasselberg : DLRG-Wache in der Klemme

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Den Hasselberger Strandbewachern droht im Winterhalbjahr das Aus für ihre Schwimmausbildung.

shz.de von
erstellt am 03.Nov.2014 | 12:30 Uhr

Am 4000 Meter langen Sandstrand zwischen Hasselberg und Kronsgaard-Golsmaas leisteten während der diesjährigen Badesaison 63, überwiegend auswärtige Rettungsschwimmer der DLRG über 1000 Stunden Wachdienst. Weiter nördlich in der Seebadeanstalt Norgaardholz garantierten junge einheimische Einsatzkräfte insgesamt 200 Stunden lang die Sicherheit der Badenden. „Wir hatten – ganz im Gegensatz zu anderen Regionen – an der Angelner Küste keine schweren Notfälle zu beklagen“, stellten Heiko Marquardsen, Chef der DLRG Norgaardholz, und Amin Blome, technischer Einsatzleiter der DLRG Gelting-Golsmaas-Hasselberg, unisono fest, als sie vor dem Touristik- Ausschuss des Amtes Geltinger Bucht die Sommerbilanz vorlegten. Allerdings gibt es auch Grund zu großer Sorge: Insbesondere in Norgaardholz besteht Handlungsbedarf. Zum einen haben Wind und Wellen in diesem Jahr die 8,5 Tonnen schwere Metallbrücke zerstört, das mobile Herzstück für den Badebetrieb. Zum anderen fehlt im dortigen DLRG-Gebäude eine angemessene Unterkunft für auswärtige Rettungskräfte.

Auf Amtsebene wird jetzt nach einer Problemlösung gesucht. Der Haken bei alledem: Eine Ersatzbeschaffung für die aus Einzelteilen bestehende Metallkonstruktion erfordere weiterhin einen komplizierten Auf- und Abbau mit Einsatz von Jugendlichen. Für einen fest verankerten Steg aus Metall oder Holz sei nach der gegenwärtigen Gesetzeslage keine Genehmigung zu erwarten, wissen die Experten. Und eine Ponton-Lösung? Die DLRG hält sie für unzweckmäßig, weil die Schwimmkörper nicht stabil genug verankert werden könnten. So bleibt derzeit auch aus Sicht der Amtsverwaltung guter Rat teuer. Besser zu planen ist vor der Saison 2015 der Einbau eines Quartiers für Wachgänger. Dieses Vorhaben soll nach den Worten des Ausschussvorsitzenden Hans-Heinrich Franke eilig in Gang gesetzt werden.

Den Verantwortlichen der DLRG Gelting-Golsmaas-Hasselberg ist hingegen schon jetzt ein Stein vom Herzen gefallen. Der Touristik-Ausschuss bewilligte einmütig den Antrag auf Neuanschaffung eines mit Yamaha-Power ausgestatteten Motorrettungsboots. Inklusive Gerätelager kostet dieses Einsatzfahrzeug 37.200 Euro. Es ersetzt das zwölfjährige Vorgängermodell namens „Torbine“, das sich längst als reparaturanfällig und unzuverlässig erwiesen hat. Ein Förderzuschuss ist beantragt worden. Die „Torbine“ hat noch einen Restwert von 3000 Euro und soll verkauft werden. Das Amt finanziert die Neuanschaffung mit Haushaltsmitteln aus dem Bereich für Badesicherheit.

Beide DLRG-Gruppen beklagen weiterhin die zum Jahresende definitiv beschlossene Stilllegung des Hallenschwimmbades in Kappeln-Ellenberg. Die außerschulische Schwimmausbildung der Lebensrettungsgesellschaft droht außerhalb der Saison damit zusammenzubrechen. Armin Blome gehört zu denjenigen, die nach einer Alternative suchen. Aber der lange Weg in die Hallenbäder von Flensburg oder Schleswig würde zu erheblichen Fahrkosten führen, die dann wohl von den Eltern der Schwimmanfänger zusätzlich aufgebracht werden müssten.

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