Amt Geltinger Bucht : DLRG erhält moderne Quartiere

Das Altgebäude der Seebadeanstalt Norgaardholz entspricht mit seinen Unterkünften nicht mehr den Ansprüchen der Zeit.
Das Altgebäude der Seebadeanstalt Norgaardholz entspricht mit seinen Unterkünften nicht mehr den Ansprüchen der Zeit.

Bis zur nächsten Saison soll an der Seebadeanstalt Norgaardholz ein 90.000 Euro teurer und 64 Quadratmeter großer Anbau fertig sein. Darin erhält die DLRG moderne Unterkünfte.

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22. November 2013, 12:30 Uhr

Einer ersten Kostenschätzung zufolge erfordert ein geplanter Anbau an das Gebäude der Seebadeanstalt Norgaardholz – einschließlich aller Nebenkosten – rund 90.000 Euro. Bezahlt wird das Projekt vom Amt Geltinger Bucht. Der in dieser Sache zuständige Bau- und Planungsausschuss des Amtes gab anlässlich seiner konstituierenden Sitzung im Verwaltungsgebäude von Steinbergkirche grünes Licht für dieses Vorhaben, das der Förderung des Tourismus dienen soll.

In der Seebadeanstalt möchte die DLRG ihren Wachgängern möglichst schon ab der Saison 2014 bessere Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Eine Zustimmung des Amtsausschusses gilt als sicher, denn die finanzielle Mittel dafür habe das Amt in seiner Reserve vorhanden, erklärte dazu Amtsvorsteher Thomas Johannsen. Zuschüsse vom Land seien nicht zu erwarten.

Tatsache ist, dass in dem „Seebad von Steinberg“ ein räumlicher Nachholbedarf besteht, zumal dieser Bereich Anfang August dieses Jahres vom Bundesverband der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft mit dem Zertifikat „Lifeguarded Beach“ (bewachter Badestrand) ausgezeichnet worden war. Der Zustand des alten Hauses und die Verleihung des DLRG-Prädikats haben vor Ort zu einem Handlungsbedarf geführt.

Nach dem Entwurf des vom Planungsausschuss beauftragten Kappelner Architekten Thomas Molt sieht die bevorzugte Variante (von drei Vorschlägen) einen Anbau in Form eines Holzständerwerks vor, in dem auf einer Grundfläche von 64 Quadratmetern Schlafkojen für vier Wachgänger sowie moderne sanitäre Einrichtungen entstehen sollen. Das künftige Gebäude mit seinem maritimen und schiffsähnlichen Stil wird neben dem Altgebäude so angelegt, dass zu drei Seiten hin ein in sich geschlossener Innenhof entsteht, in dem eine stattliche Linde einen grünen Blickfang bildet. Diese Bauform trage auch dazu bei, die Anlage gegen Vandalismus zu schützen, betonte Molt. Das Holzhaus erhält ein flach geneigtes Satteldach. Auf eine Ölheizung kann verzichtet werden, weil während des Winterhalbjahres keine Nutzung vorgesehen ist.

Der in seinem Amt einmütig bestätigte Ausschussvorsitzende Helmuth Meyer, Bürgermeister von Rabel, betonte, dass diese Variante für das Amt und die DLRG als geradezu maßgeschneidert zu betrachten sei. Vor allem werde Platz für vier Rettungsschwimmer geschaffen mit zeitgemäßen Quartieren. Mit sichtlicher Freude betrachtete auch der Norgaardholzer DLRG-Chef Heiko Marquardsen diese künftige Errungenschaft. Wie er darlegte, wird das Altgebäude weiterhin dringend benötigt, da sich darin unter anderem der Gruppen- und Wachraum für die DLRG-Retter und eine Küche befinden. Ob die Verfügbarkeit des neuen Hauses schon am 1. Juni nächsten Jahres gewährleistet werden kann, hängt davon ab, wie zügig der Bauantrag, die Ausschreibung und die Arbeiten vorankommen.

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