Dienstleister der Landwirtschaft hält Hof

Die Eheleute Sönke und Karen Tüxen luden zum Lohnunternehmertag 2014 auf ihren Betrieb in Stoltebüll. Kreispräsident Ulrich Brüggemeier, Verbandspräsident Hans Jürgen Plöhn und sein Geschäftsführer Eckard Reese (v.li.) waren voll des Lobes.
Die Eheleute Sönke und Karen Tüxen luden zum Lohnunternehmertag 2014 auf ihren Betrieb in Stoltebüll. Kreispräsident Ulrich Brüggemeier, Verbandspräsident Hans Jürgen Plöhn und sein Geschäftsführer Eckard Reese (v.li.) waren voll des Lobes.

Lohnunternehmertag auf dem landtechnischen Betrieb Wilhelm Tüxen in Stoltebüll / Verbandspräsident fordert mehr Rücksichtsnahme

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03. Juli 2014, 13:08 Uhr

Wenn Stoltebüll auch „ab vom Schuss liegt“, hätten alle an diesem Tag hergefunden, freute sich gestern der Präsident des Landesverbands der Lohnunternehmer Hans Jürgen Plöhn aus Holzbunge. Einmal im Jahr treffen sich die 250 Mitglieder dieses Verbandes vor der Getreideernte, um andere Betriebe kennen zu lernen und den persönlichen Kontakt zu pflegen. Diesmal war das von Sönke Tüxen und seiner Frau Karen geführte landtechnische Unternehmen in Stoltebüll-Vogelsang Ziel ihres Treffens. Bei den Tüxens stehen zehn Mitarbeiter in Lohn und Brot. Das Unternehmen bietet Landwirten Dienstleistungen in der Ernte bei der Aussaat oder beim Mähdreschen an.

Plöhn lieferte zur Begrüßung gleich die Begründung des Treffens mit. „Es gilt, miteinander und nicht gegeneinander zu arbeiten, um die Dienstleistung für die Landwirte effektiv zu gestalten“, sagte er. Bei den Fachgesprächen ergäben sich vielfach neue Impulse für den eigenen Betrieb und für eine Zusammenarbeit. Denn nicht jeder Betrieb könne aufgrund der hohen Investitionssummen jede Technik vorhalten. In einer Zeit, so Plöhn weiter, in der sich die Gesellschaft immer weiter von der landwirtschaftlichen Herstellung entferne und damit auch immer weniger Verständnis für persönliche Einschränkungen etwa im Straßenverkehr aufbringe, sei es erforderlich, über die Besonderheiten und Erfordernisse der landwirtschaftlichen Produktion aufzuklären. Dazu gehören nach Aussage des Präsidenten das Wetter, aber auch die kürzeren Erntezeiten aufgrund des züchterischen Fortschritts. „Das“, so Plöhn, „erfordert ein große leistungsfähige Landtechnik, die zeitweise als störend im Straßenverkehr empfunden wird. Daher ist gegenseitige Rücksichtnahme das Gebot der Stunde“.

Kreispräsident Ulrich Brüggemeier verwies darauf, dass der Kreis Schleswig-Flensburg mit 150 000 Hektar die größte landwirtschaftlich genutzte Fläche im nördlichsten Bundesland aufweist. Das, so Brüggemeier, unterstreiche die ökonomische und gesellschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft. „Ihre Leistungen sind heute so vielfältig wie nie zuvor“, sagt er. Auch wenn die Energieversorgung eine große Rolle spiele, bleibe die Produktion hochwertiger Lebensmittel die wichtigste wirtschaftliche Grundlage der Landwirtschaft, die zudem wesentlich zur Gestaltung einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft beitrage und somit auch wichtiger Partner für die Tourismusbranche sei. Für die Lohnunternehmer gelte es, die Anforderungen ihrer landwirtschaftlichen Kunden im Dienstleistungsbereich weiterhin auf dem bisherigen hohen Qualitätsniveau zu erfüllen.

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