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Schlei-Bote

23. Oktober 2017 | 20:07 Uhr

Amt Süderbrarup : Die Zentralschule kommt

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Das Votum im Amtsausschuss war deutlich: Zum Schuljahr 2017/18 soll die Zentralschule starten.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2014 | 12:30 Uhr

Mit überwältigender Mehrheit beschloss der Amtsausschuss Süderbrarup den Bau einer dreizügigen, zentralen Grundschule in Süderbrarup. Vorgesehene Inbetriebnahme ist das Schuljahr 2017/2018. Spätestens zum gleichen Zeitpunkt sollen die fünf aktuellen Grundschulstandorte des Amtes (Boren, Steinfeld, Norderbrarup, Mohrkirch und Süderbrarup) geschlossen werden. Es gab eine Gegenstimme und eine Enthaltung. Basis des Beschlusses waren die Empfehlungen des Schulausschusses sowie des Finanzausschusses, die das auf sechs Millionen Euro geschätzte Projekt befürwortet hatten.

Im Vorfeld des Beschlusses wurden die Resolutionen der Gemeinden Rügge und Saustrup behandelt, die eine zeitliche Verschiebung der Entscheidung verlangten. Die Bürger und Mandatsträger sollten besser informiert werden. Mitarbeiter Normen Strauss hatte dazu eine umfangreiche Stellungnahme des Amtes an die Ausschussmitglieder verteilt. Darin wurde dargestellt, dass eine mehrmonatige Verschiebung der Entscheidung eine Verzögerung des Projekts um ein Schuljahr bedeuten würde. „Die Dauer der Bauleit- und Projektplanung liegt bei etwa zwölf, die tatsächliche Bauphase bei etwa 14 Monaten“, führte er aus. Und das Schuljahr 2017/2018 beginne bereits in zweieinhalb Jahren. Spätestens zu diesem Zeitpunkt seien die Schülerzahlen der Schleidörferschule unter das vom Land vorgeschriebene Limit gesunken. Außerdem sei für den Antrag auf Fördermittel bei der Aktivregion ein baldiger Beschluss nötig. Jedes herausgeschobene Jahr schwäche die Qualität des Unterrichts durch schrumpfende Zuweisungen von Lehrerstunden.

Scheggerott hatte gefordert, einen separaten Schulverband für den nördlichen Teil des Amtes zu gründen. Dazu Schulrätin Gabriele Wiese: Ein solcher Verband müsste durch die Schulaufsicht genehmigt werden. Doch für den erforderlichen Nachweis, dass über eine Periode von sieben oder mehr Jahren mindestens 80 Schüler vorhanden wären, sehe sie Probleme. Bereits jetzt wanderten Kinder, die in der Grundschule Mohrkirch erwartet wurden, aus dem Amtsbereich ab. Sie würden sich auch nicht zur kleinen Schule nach Norderbrarup orientieren, sondern zur großen nach Satrup. Nach heutigem Stand – drei bis vier Anmeldungen – würde es bereits im nächsten Jahr keine erste Klasse mehr in Mohrkirch geben. Scheggerotts Bürgermeister Hartwig Callsen begründete das mit der fehlenden Planungssicherheit für die Eltern. Doch auch sein Hinweis auf die Dynamik der Abwanderung in den nördlichen Gemeinden konnte seine Amtskollegen nicht umstimmen.

„Wir haben erfahren müssen, dass das, was uns ans Herz gewachsen ist, nicht zukunftsfähig ist“, sagte Amtsvorsteher Thomas Detlefsen, nachdem er die Geschichte des Entscheidungsprozesses noch einmal zusammengefasst hatte. Aber das Amt Süderbrarup habe jetzt die Möglichkeit, die Zukunft mit einer Zentralschule attraktiv zu gestalten. Detlefsen gab bekannt, dass Uwe Weidung, Schulleiter der Brarup-Schule, zum 1. Februar 2015 an die Munkbraruper Schule versetzt worden sei. Der vakante Posten wird von Wolfgang Schäfing, Leiter der Schleidörferschule, kommissarisch mit besetzt.

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