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ASC Kappeln organisiert Wettfahrt : Die Regatta um Speck und Schinken

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Arnisser Segel-Club lädt Segler verschiedener Klassen am ersten Septemberwochenende zur Wettfahrt zwischen Kappeln und Lindaunis ein.

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2017 | 07:02 Uhr

Kappeln | Speck, Mettwurst und auch Spanferkel – bei der wohl inzwischen bedeutendsten Regatta auf der Schlei geht es herzhaft zu. Die Speckregatta des ASC (Arnisser Segel-Club Kappeln/Schlei) startet am Freitag, 1. September und geht bis zum Sonntag, 3. September. Zu der Rennfahrt sind alle Bootsklassen von der Jolle bis zur Segelyacht zugelassen. ASC-Vorsitzender Klaus Peter Boltz hofft, dass in diesem Jahr die Zahl von 100 Teilnehmern geknackt wird.

Die Regatta ist traditionsreich: Das erste Mal ausgeschrieben wurde sie in einer Zeit, in der Lebensmittel einen viel höheren Wert als Pokale hatten. Nach dem ersten Weltkrieg nahm die Inflation bedrohliche Ausmaße an und die Vereinskasse war leer. So hatte der Vorstand die Idee, dass die Mitglieder die Preise in Form von Butter, Zucker oder Speck spenden sollten. „Das ist bis heute so geblieben: Für alle Teilnehmer gibt es am Ende ein Paket vom Schlachter mit Fleisch- und Wurstwaren“, berichtet Boltz. Für alle – und für die drei besten Segler sei das Paket ein bisschen größer. Die Regattastrecke verläuft – je nach Windrichtung und -stärke – rund fünf Meilen und vorbei an fünf Tonnen bis nach Lindaunis und wieder zurück. Damit es ein faires Rennen zwischen Jolle und Kielboot wird, ist jedes einzelne Boot nach der Yardsticktabelle des Deutschen Segler Verbands (DSV) eingestuft. Dieses Berechnungssystem erlaubt es, Boote ganz unterschiedlicher Bauform gegeneinander antreten zu lassen. Fünf Starts mit je vier bis fünf Booten im Abstand von jeweils fünf Minuten sind vorgesehen. Der Startschuss fällt am Sonnabend umd 14 Uhr. Bis spätestens 18 Uhr sollten alle das Ziel erreicht haben. „Es ist eine Familienregatta – der Spaß steht im Vordergrund“, sagt Boltz. Ein bisschen Ehrgeiz gehöre allerdings immer dazu, ergänzt er lächelnd.

Die Regatta ist der Höhepunkt des Wochenendes, das aber noch mehr zu bieten hat. Sportwart Sven Tuszewski hat im Vorfeld alle Hände voll zu tun. „Und er bereitet das mit viel Liebe und Inbrunst vor. Das ist ein sehr arbeitsreicher Job“, sagt Boltz. Der Vorstand stehe ihm dabei zur Seite. Die Boote werden über die Toppen geflaggt sein und der Hafen stimmungsvoll illuminiert. „Viele Mitglieder werden dafür sorgen, dass es ein schönes Fest wird.“

„Open Ship“ heißt es am Freitag ab 16.30 Uhr. Die Mitglieder besuchen sich gegenseitig und laden interessierte Freunde auf die Yachten ein. Zu dieser Zeit beginnt auch das Opti-Rennen am ASC-Hafen. „Hier kann jeder mitmachen“, ermutigt der Vorsitzende. Ab 20.30 Uhr beginnt das Hafenfest mit DJ Florian Föh (Flo). Auch hierzu sind alle Interessierten eingeladen. Vor schlechtem Wetter schützt ein Festzelt.

Der Sonnabend beginnt mit dem Labskaus-Essen für die Teilnehmer der Wettfahrt im Restaurant Landgang. Um 12.15 Uhr werden sie bei der Steuermannsbesprechung auf die Regatta vorbereitet und um 14 Uhr fällt der erste Startschuss. Im Anschluss tritt der ASC-Chor mit Shantys auf und die „Sailors-Party-Time“ beginnt. Die Preisverleihung für die Speck-Regatta wird gegen 20.30 Uhr erwartet.Danach legt erneut DJ Flo auf. „Das geht meist bis spät in die Nacht“, weiß Boltz.

Ein Nebenschauplatz der Speck-Regatta ist die Bekanntgabe des Spanferkel-Gewinners. „Jedes Jahr wird ein anderes Mitglied ausgewählt, das sich besonders um den Verein verdient gemacht hat“, erklärt Boltz. Er weiß natürlich schon heute, auf wen die Wahl gefallen ist und freut sich. „Wenn er die Ziellinie passiert, fällt ein Schuss und er weiß Bescheid“, berichtet er weiter. Er legt dann gleich längsseits am Startschiff an und kann die ersten Glückwünsche und den ersten Schnaps entgegen nehmen. Der Preis werde ehrenhalber verliehen und bestehe aus einem Stander mit einem Schwein und der Jahreszahl. „Der Gewinner darf im November alle Steuerleute der Regatta, den Vorstand und ehemalige Spanferkel-Gewinner im Vereinslokal einladen. Da kommen schon mal 100 Gäste zusammen“, sagt der Vorsitzende und lacht, der Verein unterstütze das Winter-Highlight aber ebenfalls.

Auch am Sonntag gibt es ab 10 Uhr noch eine Regatta – es geht ums blaue Band. Wieder geht es Richtung Lindaunis: Kurz vor der Brücke muss eine gelbe Festmachtonne umfahren werden. „Das ist eine tolle Rennstrecke für die Kenner des Metiers“, sagt Boltz. Die Strecke sei aber nicht ohne. „Einer landet meistens im Schlick.“ Für beide Regatten gelte: Die Schiffe, die teilnehmen, sollten nicht mehr als zwei Meter Tiefgang haben.

Wer bei der Speck- oder der Blaue-Band-Regatta dabei sein möchte, meldet sich bis Dienstag, 29. August, bei ASC-Sportwart Sven Tuszewski per Mail an speckregatta@web.de. Weitere Informationen gibt es unter www.speckregatta.de oder auf der entsprechenden facebook-Seite.

 

 

 

 

 

 

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