Schleswiger Wikingertage : Die Nordmänner kommen

Rund 300 Wikinger aus ganz Deutschland, Skandinavien und Polen werden auf den Königswiesen erwartet.
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Rund 300 Wikinger aus ganz Deutschland, Skandinavien und Polen werden auf den Königswiesen erwartet.

Morgen beginnen auf den Schleswiger Königswiesen die Wikingertage. Die Veranstalter rechnen mit rund 25.000 Besuchern.

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23. Juli 2015, 12:00 Uhr

Von morgen an macht Schleswig seinem neuen Beinamen „Wikingerstadt“ alle Ehre. Denn dann werden wieder mehrere Hundert Nordmänner die Königswiesen in einen großen Handels-, Kampf- und Festplatz verwandeln. Die Wikingertage 2015 sollen erneut zu einem bunten Spektakel werden, zu dem die Veranstalter, Stephan Vollbehr und Kaj-Uwe Dammann, bis Sonntag rund 25.000 Besucher, „vielleicht auch mehr“, erwarten.

Diese können sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen: Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht erneut das große Wikingerdorf, in dessen Zentrum wiederum der im vergangenen Jahr erstmals angelegte Thingplatz zum Verweilen aber auch Mitmachen einladen soll. Hier findet – neben Feuer-Shows und Handerwerker-Präsentationen – erstmals auch eine Wikinger-Modenschau statt. „Da können die Besucher auch selbst ein Kettenhemd oder einen Helm probieren“, sagt Vollbehr. Bei den bereits traditionellen Showkämpfen, die in der Arena am Luisenbad stattfinden, ist hingegen eher Zuschauen angesagt. Die Kinder jedoch können sich in ihrem eigenen Wikingerdorf, das direkt am Schleiufer aufgebaut wird, selbst als Schwertkämpfer ausprobieren. Oder sie vertreiben die Zeit beim Drachenzähne-Schnitzen, Kugelstoßen oder Heusackschlagen. Und wen es aufs Wasser zieht, der kann mit einem der Wikingerboote (mindestens drei werden erwartet) direkt von den Königswiesen aus in See stechen.

Im Gegensatz zu den Vorjahren geht es diesmal in Sachen Musik allerdings ein wenig ruhiger zu. „Schwierige Verhandlungen mit der Gema“ hätten dafür gesorgt, so Vollbehr, dass man auf Auftritte von großen Bands verzichtet habe. Mit der Irish-Folk-Gruppe „The Sally Gardens“ habe man dennoch einen Top-Akt an Land ziehen können, „der sicher für gute Stimmung sorgen wird.“ Nicht verändert hat sich hingegen das Parkplatzangebot. Es stehen weiter die Flächen zwischen Brauerei und Königswiesen zur Verfügung. Dort sind bis zu sechs Helfer im Einsatz, die den Besuchern freie Stellplätze zuweisen. Wenn die jedoch voll sind, müssen Autofahrer auf die Parkflächen in der Umgebung ausweichen. Auch die Eintrittspreise sind mit Blick auf 2014 gleich geblieben. Erwachsene zahlen weiter 8,50 Euro (Schüler, Studenten, Rentner und Fachklinik-Bewohner erhalten mit entsprechenden Ausweisen 1,50 Euro Ermäßigung), Kinder bis 14 Jahre zahlen 5,50 Euro und die Familienkarte für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder kostet 19,50 Euro. „Ich denke, das sind im Vergleich mit anderen Veranstaltung dieser Größenordnung, sehr familienfreundliche Preise“, betont Vollbehr.

Dass sich die Politik in der Stadt nach langen Diskussionen kürzlich dazu entschieden hat, dass Schleswig sich nun „Wikingerstadt“ nennt, begrüßt der Veranstalter übrigens ausdrücklich. „Ich sage nur eines: Endlich! Es ist toll, dass man sich dazu durchringen konnte. Das war höchste Zeit.“ Denn aus eigener Erfahrung wisse er, dass das Thema Wikinger in puncto Vermarktung weiterhin sehr attraktiv sei und das Interesse an der Lebensweise der Nordmänner weiterhin steige. „Es ist tatsächlich das einzige Alleinstellungsmerkmal, mit dem Schleswig werben kann. Und ich bin mir auch sicher, dass man touristisch mit diesem Titel erfolgreich arbeiten kann.“ Nicht umsonst, so betont Vollbehr, nähmen viele Besucher einen weiten Weg auf sich, um zu den Wikingertagen nach Schleswig zu kommen.

Diese wiederum beginnen morgen um 13 Uhr. Am Sonnabend und Sonntag ist das Gelände mit dem Wikingerdorf jeweils von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Das Musikprogramm endet spät abends.

> www.wikingertage.de

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