zur Navigation springen

Schumacher-Brücke in Maasholm : Die neue Brücke wird ziemlich teuer

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Gemeinde will vor einer Entscheidung über die Instandsetzung der Schumacher-Brücke das Bodengutachten abwarten.

Zu den großen Vorhaben der Gemeinde Maasholm gehört die Instandsetzung der Schumacher-Brücke. Wie das am besten geschehen könnte, darüber haben sich Gemeindevertreter und Experten schon viele Gedanken gemacht. Aber, so Bürgermeister Kay-Uwe Andresen in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung, es gelte wie so oft die Devise, wonach „gut Ding Weile haben will“. Zunächst müsse die Frage beantwortet werden, was am sinnvollsten ist. Der Instandsetzungs-Frage sind Fachleute nachgegangen und schlagen drei Varianten vor: Eine Pontonbrücke, eine Pontonbrücke mit vorgelagerter, um den Hafen vor Wellenschlag zu schützen und eine feste Brücke.

Gleichgültig, wie sich die Gemeinde entscheidet, die Instandsetzung wird viel Geld kosten. Und weil Pfähle für die Gründung notwendig sind, wird nach Angaben von Andresen zunächst auch eine Bodengrunduntersuchung erforderlich. Die Bohrkerne seien bereits gezogen, so der Bürgermeister – sie würden nun untersucht.

Was dem Bürgermeister und mit ihm der gesamten Gemeindevertretung nach wie vor schwer im Magen liegt, ist der Zustand der Kahnstellen. Sie waren, wie berichtet, aufwändig saniert worden, befinden sie sich aber bereits wieder in einem misslichen Zustand. Und da liegt die Gemeinde mit dem Planungsbüro im Clinch. Man habe nicht das erhalten, was man bestellt habe, bemängelte Andresen einmal mehr. Die nach der Sanierung entstandenen Mängel seien gravierend.

Vom Gericht war ein Gutachter bestellt worden, um den Zustand der Kahnstelle zu beurteilen. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor, der Bürgermeister hofft jedoch, dass es zu einer Lösung kommt: „Hätten wir gleich gewusst, wie es besser geht, wäre anders gebaut worden, auch wenn es teurer geworden wäre.“ Für Kay-Uwe Andresen liegt es auf der Hand, dass alle weiteren Aktivitäten kontraproduktiv sind, solange das Gutachten nicht anerkannt ist. „Das ist alles sehr ärgerlich“, sagte er.

Zu den Mitteilungen des Bürgermeisters gehörte, dass auch in diesem Jahr wieder Aale in der Schlei ausgesetzt werden. Termin dafür ist in Maasholm der 13. Juli. Ab 14 Uhr wird als Gast beim „Aalutsetten 2016“ Schleswig-Holsteins Fischerei-Minister Robert Habeck erwartet.

Andresen berichtete von einer Anfrage, ob Bedenken dagegen bestehen, dass über dem Hafen mit einem Flugobjekt gefilmt werde. Der Bürgermeister gab grünes Licht: auch in der Hoffnung, dass dadurch die Möwen irritiert würden, die Maasholm in Scharen unsicher machen.

Weiter teilte der Bürgermeister mit, dass das ehemalige Zollgebäude vom örtlichen Kaufmann gemietet worden sei, um darin Souvenirs anzubieten. Abgesehen von den Mieteinnahmen bewertete Andresen die Pläne als eine Bereicherung für den Hafen.

Nachdem sich die Nord-Ostsee Sparkasse aus Maasholm zurückgezogen hat, besteht bald wieder die Möglichkeit, an Bargeld zu kommen. – die Commerzbank will einen Geldautomaten aufstellen.

Zustimmung fand der Vertrag und damit die Gründung des Breitbandzweckverbands Angeln. Obwohl die Gemeinde hinsichtlich eines schnelleren Internets bereits besser dran ist als andere Gemeinden, will Maasholm mitmachen – nicht nur aus Gründen der Solidarität, sondern auch, „weil wir auf Sicht davon profitieren“. Mit dem Ja verbunden ist eine Einzahlung von rund 2100 Euro für das erforderliche Verbands-Stammkapital.

Sozialausschussvorsitzender Manfred Andresen berichtete von dem Maasholmer Erlebnistag für Kinder aus Tschernobyl. Ein Ausflug auf der Schlei mit Vorführungen der Seenotretter habe bleibende Eindrücke hinterlassen. Gleichzeitig warb Manfred Andresen auf die geplante Reise in die polnische Stadt Krag im Oktober. Nachfragen sind unter Telefon 04642/6355 möglich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen