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Schützenverein Kappeln : Die Königin legt einen Hattrick hin

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Kappelner Schützenverein feierte sein 137. Fest und kürte seine neuen Majestäten.

Erstmals in der 137-jährigen Geschichte des Schützenvereins Kappeln lief ein Schützenfest unter der Regie einer Schützenschwester ab. Die neue Vorsitzende Brigitte Mund war erst in diesem Jahr gewählt worden und deshalb verantwortlich für Organisation. Für die Teilnehmer entpuppte sich das Fest indes wieder einmal als Härtetest für die körperliche Fitness, denn es war jede Menge Ausdauer gefragt. Und Treffsicherheit. Vor allem beim letztgenannten Aspekt musste das Königspaar überzeugen – in diesem Jahr taten das Harald „der Geduldige“ Mund und Christine „die Fleißige“ Ruthnick. Ruthnick holte sich damit zum dritten Mal in Folge den begehrten Titel – ein echter Hattrick.

Irgendwann zwischen 10 und 15 Uhr fielen die Königsschüsse; für wen es am Ende reichen würde, sollte aber bis zum Abend geheim bleiben. Dazwischen war genug Zeit, sich den Kappelnern bei einem festlichen Umzug durch die Stadt zu präsentieren. Unter großer Zuschauerbeteiligung startete der traditionelle Umzug „Kappeln rund“ unter Leitung von Zeremonienmeister Jan-Dieter Nehls und musikalisch begleitet vom Schützenbläserkorps Kappeln und dem „Fanfaren-Tambourkorps Bengen von 1920“. Mit dabei waren Bürgermeister Heiko Traulsen, der stellvertretende Bürgervorsteher Helmut Schulz und Heringskönigin Nadine Vorbringer sowie Abordnungen von 13 befreundeten Schützenvereinen, von denen einige ihre Fahnenträger mitgebracht hatten. Es war ein buntes Bild, das sich den Zuschauern am Rathausmarkt bot.

Beim anschließenden Festkommers im Schützenheim konnte die Vorsitzende Brigitte Mund schließlich ein volles Haus begrüßen. Sie nutze die Gelegenheit, um Pokale für die verschiedenen vorangegangenen Wettbewerbe zu verteilen und zugleich verdiente Mitglieder zu ehren – darunter Karl-Heinz Kock (50 Jahre) und in Abwesenheit Karl-Edouard Schmidt (60 Jahre).

In ihrer ersten Schützenfestrede stellte Brigitte Mund das Thema „Tradition“ in den Mittelpunkt. Nach den Worten Munds waren Grundbesitzer einst verpflichtet, zum Schutz der Städte und Flecken, einer Schützengilde anzugehören. Mund: „Mitglied einer Schützenvereinigung zu sein, war damals eine Ehre. Das hat sich bis heute geändert. Es gehört nicht mehr zum guten Ton, Mitglied im Schützenverein zu sein.“ Tradition sei kein Grund mehr, um beizutreten. Inzwischen kämen Mitglieder dazu, „weil Schießen ein entspannender, aber auch anspruchsvoller Sport“ geworden sei, so Brigitte Mund. Auch deshalb will der Kappelner Verein die Modernisierung seiner Kleinkaliber-Anlage vorantreiben.

Von den Gästen meldete sich unter anderem der stellvertretende Bürgervorsteher Helmut Schulz zu Wort. Er versprach, dass die Stadt den Verein auf seinem Weg der Modernisierung unterstützen wolle. Schulz: „Ziel ist, den Verein so für neue Mitglieder attraktiv zu machen.“ Manfred Petersen, zweiter Ältermann des Schützenkorps Tondern von 1693, überbrachte Grüße und Geschenke seines Vereins. Die Grüße der Kappelner Männergilde überbrachte Ehrenältermann Edgar Rieger. Er lobte nicht nur die gute Zusammenarbeit, sondern hatte auch einen Umschlag für die Jugendarbeit des Schützenvereins mitgebracht. Und der Vizepräsident des Norddeutschen Schützenbundes, Alfred Koitzsch, zugleich Kreisvorsitzender, wünschte sich, dass es mehr Schützenvereine gäbe, bei denen Frauen den Vorsitz führten.

Danach wurde es ernst. Die Königsproklamation stand an. Zu Königin Christine Ruthnick (sieben Ringe) gesellten sich Kronprinzessin Marita Jöhnck (sechs Ringe) und Prinzessin Monika Krebs (fünf Ringe). Bei den Herren versammelte König Harald Mund (22 Ringe) den Kronprinzen Andreas Jöhnck 19 Ringe) und den Prinzen Jürgen Theimert (17 Ringe) um sich. Im Anschluss wurde noch in geselliger Runde bis nach Mitternacht gefeiert.

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