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Schlei-Bote

18. Dezember 2017 | 00:53 Uhr

Wackerballig : Die Hausboote können kommen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

In Wackerballig könnten schon bald “schwimmende Ferienhäuser“ festmachen. Die Gemeinde hat grünes Licht zur Weiterentwicklung gegeben.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2014 | 14:00 Uhr

Mit einem abschließenden Satzungsbeschluss hat die Geltinger Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung mit der 15. Änderung des Flächennutzungsplanes einmütig „grünes Licht“ für die Weiterentwicklung des Sportboothafens an der Geltinger Bucht gegeben. Zwar muss das Ingenieurbüro des Hafeneigentümers Hans-Werner Weihs nun noch einen detaillierten Bebauungsplan ausarbeiten, doch gelten die wichtigsten Hürden für dieses Hausboot-Projekt damit als aus dem Weg geräumt. Die „schwimmenden Ferienhäuser“ vor Wackerballig können somit kommen.

Vor allem die Nabu-Gruppe Ostangeln hatte als einer der öffentlichen Träger erhebliche Bedenken gegen diese Form der touristischen Vermarktung vorgebracht. Wie Bürgermeister Uwe Linde darlegte, seien zwei gravierende Punkte in den kommunalen Gremien bewertet und berücksichtigt worden. Eine Beanstandung bezog sich auf die erwarteten Geräuschbelästigungen für die Feriengäste in den Hausbooten. Ihnen könnte durch die im Wind heulend ruckelnden Takelagen der an den Stegen liegenden Segelyachten der Schlaf genommen werden, hieß es in der Nabu-Stellungnahme. Die Folge: Sogar ein Lärmschutzgutachten musste dazu vorgelegt werden. Um dem vermeintlichen Übel abzuhelfen, wird im F-Plan festgeschrieben, dass die Hausboote schallschluckende und nicht zu öffnende Glasfenster erhalten. Die Belüftung der Räume an Bord wird auf andere Weise sichergestellt.

Auf die Beanstandung der Naturschützer, die nächtlichen Lichteffekte im Hafenbereich würden zu Störungen im Leben der hier beheimateten Seevögel führen, wird im F-Plan mit einer Auflage geantwortet: Die Hafenlampen dürfen nicht die ganze Nacht leuchten. Bürgermeister Linde erklärte abschließend, durch die Planänderung sei nun auch die Kommune in die Lage versetzt, landseitig in Wackerballig ihre Promenaden-Gestaltung weiter zu verfolgen.

Mit Einnahmen von 2,6 Millionen Euro rechnet die Gemeinde laut dem verabschiedeten Haushaltsplan in diesem Jahr. Die Finanzen stünden damit weiterhin auf einer soliden Grundlage, betonte der Bürgermeister. Rein rechnerisch ergibt sich ein Überschuss von rund 162.000 Euro, doch wird dieses Geld entsprechend der Vorgaben aus der doppelten Buchführung nur noch unter der Rubrik „Abschreibungen“ unter anderem für Straßen und Wege und die Birkhalle geführt. Im Verwaltungshaushalt sind auch 25.000 Euro enthalten, die die Kommune dem Wasser- und Bodenverband Geltinger- und Stenderuper Au als Anteil für die Planungskosten der Polder-Lösung zugebilligt hat. Unverändert bleiben die Hebesätze für die Grundsteuern A und B und die Gewerbesteuer: 330-330-350 Prozent. Dass im Entwurf zum Finanzausgleich des Landes dem ländlichen Zentralort Gelting eine Minderzuweisung von 60.000 Euro droht, veranlasste den Bürgermeister zu der Aussage: „Das tut schon weh, denn die Landesregierung blutet das flache Land aus.“

Im weiteren Sitzungsverlauf beschlossen die Mandatsträger, eine Ausfallbürgschaft in Höhe von fast 500.000 Euro für den Erschließungsträger des künftigen Neubaugebietes „Mühlenfeld III“, die TSG Nord mbH aus Albersdorf, zu übernehmen. Die ersten der insgesamt 19 Grundstücke sind bereits verkauft. Wenn alles klappt, werden die Eigentümer im Sommer dieses Jahres mit dem Bauen beginnen können.

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