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TSV Kappeln : Die Fußballer freuen sich schon

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Baubeginn für den Neubau der Umkleideräume am Vereinsheim des TSV Kappeln: Im Oktober soll das fertige Gebäude übergeben werden.

Schwungvoll und unter dem Applaus der umstehenden Gäste wurde gestern Nachmittag hinter dem Vereinsheim des TSV Kappeln der erste Spatenstich für den lang ersehnten Anbau getan. „Für den TSV“, rief die Vorsitzende Dagmar Ungethüm-Ancker, und die Freude für diesen Startschuss zum Baubeginn war ihr anzusehen.

Der Weg dahin war nicht einfach gewesen. „Alles fing damit an, dass in dem vorderen Trakt ein paar Fliesen von den Wänden fielen“, berichtete die Vorsitzende. Der Fliesenleger und Fußballtrainer Thorsten Noetzel warf einen fachkundigen Blick drauf und empfahl das Urteil durch einen Architekten. „Und das fiel deutlich aus“, erinnerte Ungethüm-Ancker sich an die Worte von Thomas Molt: „Abgängig, nichts dran machen, abreißen.“ Das war ein Schreck, hatte der Verein doch noch einige Jahre zuvor finanziell mit dem Rücken zur Wand gestanden. Fünf Jahre habe es von da an gedauert, sämtliche Sportler der 19 Abteilungen des Vereins, die Politik, die Stadt, die Gewerbetreibenden zu einen und für so ein großes Projekt zu gewinnen, erklärte die Vorsitzende. Sie dankte allen Beteiligten, Helfern und Sponsoren, aber den ehrenamtlichen Einsatz von Bernhard Gummert, der als Projektleiter alles federführend organisiert hatte, hob sie besonders hervor.

„Das geht nimmer, hab ich gedacht, als der erste Antrag kam“, wusste auch Bürgermeister Heiko Traulsen noch und hatte dabei den städtischen Haushalt im Hinterkopf. Aber der Antrag wurde überarbeitet, und der Haushalt entwickelte sich besser als erwartet, sodass die Stadt ihre Unterstützung für den insgesamt 330.000 Euro teuren Bau zusagen konnte. „Sport ist ein unheimlicher Kitt in dieser Gesellschaft“, so Traulsen. Aber ohne Dagmar Ungethüm-Ancker, die alle Formulare ausgefüllt und Anträge mit Nachdruck gestellt habe, würden sie nicht hier stehen, sagte er und bedankte sich dafür: „Sie ist engagiert und lässt nicht locker.“ Sie sei nicht allein, gab sie den Dank weiter. „Wir sind ein Team, und so kriegen wir es gewuppt. Das macht viel aus.“

39 Wochen Bauzeit sind für das neue Gebäude mit den vier Umkleideräumen und den zwei Duschen eingeplant. Es entsteht im Anschluss an das Vereinsheim, dort, wo in den vergangenen 15 Jahren ein Holzschuppen als Abstellraum für Grill und Gerätschaften des Platzwarts gestanden hatte. Der Schuppen wurde im Herbst 2016 von Spielern der Altliga-Mannschaft abgerissen. Die Reste beseitigte die B-Jugend fünf Wochen später. Am 23. Januar begannen die Erdarbeiten für den zwölf mal 13 Meter großen Neubau. Im Oktober soll laut Bauzeitenplan die Übergabe erfolgen.

Die Sanitäranlagen und Umkleideräume sollen die alten im vorderen Trakt des Bestandsgebäudes ersetzen. Auch wenn an einigen Stellen saniert wurde, befinden die Räume sich in einem desolaten Zustand. Sie sollen entkernt werden und als Lager dienen.

Besonders die Fußballer freuen sich auf den Neubau. „Aber auch die Abteilungen, die nicht direkt von diesem Bau profitieren, wie die Ruderer oder die Turner – sie haben alle an der Finanzierung mitgewirkt“, sagte Ungethüm-Ancker.

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erstellt am 04.Feb.2017 | 07:30 Uhr

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