zur Navigation springen
Schlei-Bote

23. August 2017 | 23:57 Uhr

"Die Feuerwehr ist unser Ruhekissen"

vom

Kronsgaarder Blauröcke feiern 100-jähriges Bestehen / Ehrenwehrführer Peter Witt für sechs Jahrzehnte Mitgliedschaft geehrt

Kronsgaard | Großer Bahnhof für die Feuerwehr der Gemeinde Kronsgaard: Ihr 100-jähriges Bestehen feierte sie gleichzeitig mit einem offiziellen Part und einem Tag der offenen Tür. Dabei zogen nicht nur die Brandschützer, sondern auch die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft, das Technische Hilfswerk und das Deutsche Rote Kreuz alle Register ihres Könnens und demonstrierten, wie sie im Fall des Falles zusammenarbeiten. Sie alle sind Freiwillige, getragen von der Idee und der selbst auferlegten Verpflichtung, dem Nächsten in Not und Gefahr zu helfen.

Kronsgaards Wehrführer Dirk Wolfram hieß Honorationen und Aktive als "Geburtstagskinder" willkommen und ließ das zurückliegende Jahrhundert als Spiegelbild der Entwicklung im Feuerwehrwesen Revue passieren - von der Gründung 1913 bis heute. Vieles habe sich geändert, doch der Leitgedanke des Helfens sei der gleiche geblieben. Zu den heute 28 Aktiven, darunter drei Frauen, kommen über 100 fördernde Mitglieder. Diese hohe Zahl in einer Gemeinde, in der 250 Einwohner leben, dokumentiere, welch hohen Stellenwert die Feuerwehr genieße. Wolfram: "Die Feuerwehr ist ein Bindeglied. Das ist den Kronsgaardern bewusst, das wollen sie nicht missen." Vor diesem Hintergrund zeichnete Wolfram Ehrenwehrführer Peter Witt, der von 1977 bis 2000 an der Spitze stand, mit dem Dienstabzeichen für

60-jährige Mitgliedschaft aus.

Kreispräsident Ulrich Brüggemeier kam nicht nur die Aufgabe zu, namens der Kreises Schleswig-Flensburg zu gratulieren, sondern auch die Bronzeglocke als Ehrengabe des Landes Schleswig-Holstein für solche Anlässe zu überreichen. Er bezeichnete die Bereitschaft der freiwilligen Helfer als "unser Ruhekissen". Brüggemeier: "Gäbe es die Feuerwehr nicht, würden wir schlechter schlafen." Der Kreispräsident umriss die vielfältigen Aufgaben - ob Brände, technische Hilfeleistungen, Not- oder Katastrophenfälle, Unfälle: Die Feuerwehr sei gefragt und stehe ihren Mann und zunehmend ihre Frau. Die Frage, was die Feuerwehr habe, was andere nicht haben, beantwortete der Kreispräsident mit: "Das Gefühl, gebraucht zu werden." Gerade in einer Zeit wachsenden Anspruchsdenkens zeigten die Freiwilligen Solidarität. "Das ist Herausforderung und unverzichtbare Bürgertugend zugleich", sagte Brüggemeier.

In gleicher Weise sprach sich Ilona Dudek, stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes, aus: "Wir brauchen jeden Mann und jede Frau, um unseren Auftrag zu erfüllen." Der Dank des Landesfeuerwehrverbandes gelte nicht nur den Aktiven, sondern auch deren Familien, ohne deren Unterstützung vieles nicht möglich sei - und das gelte auch bei der Mitgestaltung des dörflichen Lebens. Ein ganz besonderes Lob gab es von Ilona Dudek für die Jugendfeuerwehren. Davon gebe es im Amt Geltinger Bucht gleich zwei. In ihnen wachse der Nachwuchs heran.

In den Reigen der Gratulanten reihte sich der stellvertretende Kreiswehrführer Bernd Waschnik ebenso ein wie Amtswehrführer Gert Clement, Ehrenamtswehrführer Claus Lassen und Amtsvorsteher Thomas Johannsen. Letzterer bezeichnete die Feuerwehr als universelle und zuverlässige Einsatzgruppe, die "für uns buchstäblich durchs Feuer geht". Pastor Hanno Jöhnk sprach das Motto "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" an, dafür sei er als Seelsorger dankbar.

Da blieb Kronsgaards Bürgermeister Hans-Walter Jens zum Schluss nur, sich für die Glückwünsche zu bedanken. Er sei, wie er sagte, "stolz auf meine Feuerwehr", in der Gemeinde eine stabile und starke Größe.

zur Startseite

von
erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen