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Landschaftsmuseum Unewatt : Die Buttermühle klappert wieder

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Buttermühle im Landschaftsmuseum Unewatt erhielt für 30.000 Euro ein neues Wasserrad.

Flügel von Windmühlen und Räder von Wassermühlen müssen sich drehen. Sie sind geradezu ein Sinnbild für geschäftige Betriebsamkeit. Umso mehr fällt es auf, wenn sie stillstehen. Dies war in den vergangenen Monaten der Fall bei der mit Wasserkraft angetriebenen Buttermühle im Landschaftsmuseum Angeln in Unewatt. In der zurückliegende Woche wurde nun endlich das alte und defekte Wasserrad abgebaut und durch ein neues ersetzt. Schon bei den Butter- und Backtagen im August musste sich Meierist Peter Frank mit einem Elektromotor behelfen, der normalerweise nur bei zu geringem Wasserstand im Stauteich zum Einsatz kommt. Dieser ist mittlerweile gut gefüllt und kann nun für die erforderliche Energie zum Antrieb der Buttermühle sorgen.

Das neue Wasserrad stammt aus der Werkstatt von Mühlenbaumeister Gottfried Schumann aus Mulda bei Freiberg in Sachsen. Dort wurden die zahlreichen Einzelteile vorgefertigt. Schumann, der auch schon im Museum Kupfermühle tätig war, baute mit drei Mitarbeitern das alte Rad aus, danach folgten das Zusammensetzen und der Einbau des zumeist aus Eichenholz gefertigten neuen Rades. Im Anschluss schlossen es die Experten an das Antriebsgestänge des Butterfasses an, und das ganze Konstrukt ging sofort und beanstandungsfrei in Betrieb.

Darüber besonders erfreut war Museumsleiter Jochen Clausen. Das alte Rad habe einen traurigen Anblick geboten, der Niedergang und Verfall vermittelte. „Ich bin sehr froh, dass das neue Wasserrad auch im wahrsten Sinne des Wortes für neuen Schwung sorgt“, sagte Clausen. Dies gelte insbesondere deshalb, da diesem Rad symbolische Bedeutung zukomme. „Mit seiner Inbetriebnahme wurde 1993 das Museum eröffnet.“ Die gesamte Maßnahme kostet nach Clausens Worten etwa 30.000 Euro. Großzügige Zuschüsse hätten das Kieler Ministerium für Justiz, Kultur und Europa sowie die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landschaft gegeben.

Nachdem die Windmühle „Fortuna“ vor zwei Jahren neue Flügel bekommen hatte, steht als nächstes die Reparatur des reetgedeckten Schutzdaches über dem neuen Wasserrad an.

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erstellt am 29.Okt.2014 | 12:30 Uhr

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