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Offizielle Übergabe : Die Bücherei gehört jetzt der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Nun ist auch der letzte Akt zur Übergabe der Bücherei über die Bühne gegangen. Die Büchereizentrale gab die Mitarbeiterinnen in die Obhut der Stadt.

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2014 | 07:30 Uhr

Jetzt ist es wirklich offiziell. Seit wenigen Tagen gehört die Bücherei endgültig zur Stadt. So wie in den übrigen Städten und Gemeinden des Landes hat der Büchereiverein aufgrund eines Berichtes des Landesrechnungshofes auch die Verwaltungsarbeit für die Kappelner Bücherei an die Stadt übergeben. Damit endet ein rund 20-jährige Tätigkeit des Büchereivereins im Auftrage der Stadt.

„Gefühlt war die Bücherei immer bei uns“, sagte Bürgermeister Heiko Traulsen im Rahmen einer kleinen Abschiedsfeier in der Schmiedestraße 13. Dabei verwies Traulsen darauf, dass die Trägerschaft schon immer bei der Stadt gewesen sei. Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, meinte, dass sich mit dieser Maßnahme für die Stadtbücherei nichts Wesentliches ändere. „Die Öffnungszeiten bleiben die gleichen, das Angebot ändert sich nicht und die Mitarbeiter bleiben erhalten“, so Lorenzen. Auch die Förderung durch die Büchereizentrale bleibe erhalten wie auch die zentralen Dienstleistungen etwa im Fernleihverkehr oder bei der Zusammenstellung von Medienboxen für einzelne Interessensgruppen.

Der Büchereiverein hatte zuvor für seine Verwaltungsarbeit rund 6000 Euro pro Jahr von der Stadt erhalten. Diese Summe entfällt nun wie bei den vielen anderen Büchereien im Landesteil Schleswig. Doch hat Heinz-Jürgen Lorenzen deswegen keine Bedenken. „Wir haben zwar insgesamt Mindereinnahmen von rund 100.000 Euro, doch durch Personalabbau und Reduzierung der Sachkosten schlägt sich das nicht auf unsere Arbeit nieder.“ Auch der Bürgermeister spricht von einem Nullsummen-Spiel. „Das Produktkonto ’Büchereizuschuss’ wird geschlossen, dafür ändert sich der Stellenplan“, so Traulsen.

Büchereileiterin Susanne Freier gewinnt den neuen Verhältnissen etwas Gutes ab. „Wir haben jetzt bei technischen Problemen kurze Wege. Statt fernmündlicher Unterstützung haben wir jetzt Hilfe vor Ort.“ Zudem sei es für die Nutzer leichter, sich mit der Stadtbücherei als städtische Einrichtung zu identifizieren. Und auch die Mitarbeiterinnen Ute Gieseke und Nicole Tramm stehen der neuen Konstellation positiv gegenüber. Ute Gieseke sagte: „Es ist schön, dass die Mitarbeiter der Stadtverwaltung jetzt unsere Kollegen sind.“ Und Nicole Tramm meinte: „Wir sind von den städtischen Kollegen schon bei der Weihnachtsfeier total gut aufgenommen worden. Es ist ein schönes Gefühl, jetzt mit Kappeln direkt verbunden zu sein.“

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