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Schlei-Bote

12. Dezember 2017 | 02:32 Uhr

Karby : Der Zebrastreifen ist da

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Tempo 30 und Verkehrsberuhigung sollen in Karby für höhere Sicherheit sorgen.

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2015 | 08:30 Uhr

Was lange währt, wird endlich gut – anders ist die Geschichte um den Zebrastreifen in der Eckernförder Straße nicht zu beurteilen. Seit Jahren hat die Gemeinde beim Kreis Rendsburg-Eckernförde um die Aufbringung eines Zebrastreifens in dem betroffenen Straßenabschnitt gekämpft – seit Kurzem leuchten die weißen Streifen auf dem Asphalt und sorgen für eine höhere Verkehrssicherheit für die Fußgänger..

„Er hat sich bereits bezahlt gemacht“, sagte Karlheinz Hauser, selbst Anlieger der Eckernförder Straße. Der Zebrastreifen ist auf der Straße direkt auf Höhe seines Wohnhauses aufgebracht. So konnte der stellvertretende Vorsitzende des Karbyer Finanzausschusses bereits in der Kürze der Zeit beobachten, dass besonders die Anwohner aus dem Südhang, allen voran die Schul- und Kitakinder, den Zebrastreifen auf ihrem morgendlichen Weg benutzen. Auch Astrid Meinel gehört zu seinen Benutzern. Die 62-Jährige hat früher auf dem Weg zum Bäcker erst auf Höhe des Gasthauses Nüser die Straßenseite gewechselt. Jetzt überquert sie die Straße bereits auf Höhe der Fahrschule. „Ich find’s ganz gut so“, sagte die Karbyerin.

Neben der Erhöhung der Verkehrssicherheit in der stark befahrenen Straße wurde durch den Zebrastreifen ein zweites Ziel der Gemeindevertretung erreicht: die Einführung von Tempo 30. „Da bereits am Ortsausgang Richtung Westerfelder Weg Tempo 30 herrscht, haben wir jetzt nahezu durchgängig Tempo 30 auf der Eckernförder Straße“, so Hauser.

Besonders positiv falle der landwirtschaftliche Verkehr auf. Karbys Bürgermeister Klaus-Dieter Möse lobte: „Ich bin überrascht, wie ruhig die Trecker auf der Straße sind.“ Er erinnerte an die heftigen Querelen, die es mit den Landwirten im vergangenen Jahr hinsichtlich der Fahrweise vieler Treckergespanne gegeben habe (wir berichteten). Auch Hauser betonte jetzt: „Kein Vergleich. Der landwirtschaftliche Verkehr ist wesentlich langsamer geworden.“

Aber trotz der Tempo-30-Schilder und des Zebrastreifens gebe es immer noch einige Verkehrsteilnehmer, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hielten, erklärten die Kommunalpolitiker. Diesen wolle man mit geeigneten Mitteln begegnen. Zunächst wird Anfang Oktober eine Tempomesstafel für vier Wochen an der Stelle positioniert. Bewirke diese nichts, soll die Polizei gebeten werden, dort ein Blitzgerät aufzustellen. „Das ist aber unsere letzte Wahl“, bekräftigten Hauser und Möse. Sie hoffen, wie die gesamte Gemeindevertretung, auf die Einsicht der Autofahrer. Eine langsamere Fahrweise schone die Straße.

Durch die Geschwindigkeitsreduzierung wolle man auch den guten Zustand der Fahrbahn erhalten, äußerte sich der stellvertretende Finanzausschussvorsitzende. In dieser Funktion denke er auch an die Anlieger, die im Falle einer Sanierung durch die Straßenausbaubeitragssatzung zur Kasse gebeten würden.

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