"Der Weg zur menschlichen Gesellschaft"

Die Mitwirkenden des Diakonie-Gottesdienstes: Maria Schütt (Mitte mit Gitarre), Detlef Tauscher (rechts), dahinter Ute Maske. Foto: ql
Die Mitwirkenden des Diakonie-Gottesdienstes: Maria Schütt (Mitte mit Gitarre), Detlef Tauscher (rechts), dahinter Ute Maske. Foto: ql

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22. Februar 2011, 08:04 Uhr

Böklund | Um auf die besonderen Aufgaben und Angebote ihrer Hilfeeinrichtungen aufmerksam zu machen, veranstalteten die Kirchengemeinden Bök lund und Uelsby, der Förderverein der ehemaligen Diakoniestation Böklund und Umgebung, die Frauenhilfe sowie die ambulante und stationäre Diakonie Böklund einen "Diakonie-Sonntag". Das Programm begann mit einem Gottesdienst in der Böklunder Kirche zu Fahrenstedt, den die Mitarbeiter der Ambulanten Pflege Angeln (APA) mitgestaltetet hatten.

Ute Maske, Geschäftsführerin der Diako-Soziale Einrichtungen GmbH, zeigte mit ihrer Lesung "aus dem Leben", dass hinter allen Funktionen einer Person immer ein Mensch steht. Maria Schütt, APA-Geschäftsführerin, buchstabierte zweimal das Wort Diakonie, wobei sie mit "Du" und "Ich" begann. Sie bedauerte, dass nicht alle Pflegekunden hatten erscheinen können, da vielen von ihnen die Kraft fehle. Daran könne man aber erkennen, wie wichtig der Weg in die Häuser sei. Schütt warb für die Kollekte, mit der Begleitmaterial für die Besuche - wie Spiele - angeschafft werden soll.

Pastor Detlef Tauscher definierte diese spezielle Form der Hilfeleistung: "Diakonie ist nichts anderes als christliches Handeln nach Gottes Willen. Nur gemeinsam kommen wir auf dem Weg zur menschlichen Gesellschaft weiter, um das Vermächtnis Jesu weiterzugeben, der die Liebe zum Menschen als höchstes Gebot eingeführt hat."

Im Anschluss an die Andacht baten die Veranstalter zu einem Mittagessen und Kaffeetrinken mit buntem und unterhaltsamem Programm ins Gemeindehaus. Zudem war eine Tombola vorbereitet worden, deren Erlös dem Förderverein der Diakoniestation zufließt.

Besonderen Beifall fand "Eine kleine Zeitreise durch die Krankenpflege". Diese begann mit der Gemeindeschwester in der weißen Haube, die auf ihrem Fahrrad bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts ein gewohntes Bild war. Was nicht jeder wusste, war, dass damals eine Diakonisse nur dann Fahrrad fahren durfte, wenn sie eine ärztliche Untersuchung über sich ergehen ließ. Die eigens dafür existierende "Radfahrordnung" billigte ihr dafür dann auch zusätzlich zur Tracht einen wasserdichten Kragen zu.

"Wir sehen heute aber anders aus als die Diakonissen früher", erläuterte Schütt, die als Moderatorin die Revue leitete. Nacheinander ließ sie die Verbandsschwester Gretchen im grauen Kleid und das Standard-Modell "satt und sauber" mit Klobürste und Desinfektionsmittel auftreten. Aufsehen erregten die Sondermodelle im Minirock, der Pfleger "Sonnyboy", Schwester "Rabiata" und das Zukunftsangebot Nummer 14 - ein mit Antennen ausgestatteter Pflegeroboter. Höhepunkt war die Ausstattung der heutigen APA-Mitarbeiterinnen.

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