zur Navigation springen
Schlei-Bote

20. Oktober 2017 | 03:21 Uhr

Der Ton steht im Zentrum

vom

Künstlerinnen stellen im Atelier "Anka und Anders" in Struxdorf Ergebnisse eines Ziegelei-Symposiums vor

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Struxdorf | Mit "Jeder muss seinen eigenen Ton finden" eröffnete der Kunst- und Kulturverein "Weltkunst Angeln" zum zweiten Mal eine Ausstellung im Atelier "Anka und Anders" in Struxdorf. Die Vorsitzende Gisela Leonhardt dankte den acht ausstellenden Künstlerinnen, die auf einem Ziegelei-Symposium im vergangenen Herbst der Geschichte und den Traditionen der Grenzregion Schleswig/Sønderjylland nachgespürt hatten. Dabei wurde besonders berücksichtigt, dass über drei Jahrhunderte hinweg die lehmreiche Region durch die Ziegelindus trie geprägt wurde.

"Alle Künstlerinnen haben ihren ganz individuellen Zugang zum Thema Grenze entdeckt und mit Ton künstlerisch umgesetzt", sagte Kunsthistorikerin Dagmar Rösner. Birgit Bornemann weist auf die historische Dimension der Ziegeleien mit einem archaischen Ziegelturm hin, durch dessen Sehschlitze man Fotos historischer Orte betrachten kann. Juliane Buchholz präsentiert unter anderem Bodeninstallationen, bei denen Grundnahrungsmittel von Grundmauern aus Ziegeln umgeben sind. Iris Friedriksdottir hat Fundstücke aus Ziegeleien in große Klumpen aus Ton eingebrannt, die an menschliche Organe erinnern. Hohe, fragile Pylone sind das Kennzeichen von Heike Jacobsen. Atelier-Hausherrin Anka Landtau bietet komplexe Installationen mit umgekippten und aufrechten Bootsrümpfen sowie aufgereihten Ton- und Naturäpfeln an. Karin Mohrdieck beschäftigt sich mit dem Thema Glück, das sie auf Deutsch und Dänisch mit gelbem Schriftzug vor einem blühenden Rapsfeld manifestiert hat. Das Fußbodenmosaik aus verschiedenfarbigen Ziegeln von Anke Müffelmann erinnert an die Abbildung eines App-Codes, könnte aber gleichzeitig auch ein Labyrinth sein. Die Wandbilder von Karin-Lisbeth Rasmussen bilden eine ornamentale Struktur aus kleinen Ziegeln.

"Die hier ausgestellten Arbeiten entfalten ihre ganze Bedeutung erst durch einen aktiven Betrachter", sagte Rösner. Deshalb solle man mit allen Sinnen auf Entdeckungstour gehen. Dann würde man belohnt. Teil der Ausstellung ist auch ein aufwändig gestalteter Katalog in Ziegelform.

Die Ausstellung ist bis zum 16. Juni mittwochs von 17 bis 19 Uhr und sonnabends sowie sonntags von 14.30 bis 17.30 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung unter 0 46 23 / 75 03 geöffnet. Sie wird von der Nospa und dem Kulturministerium gefördert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen