Kappeln : Der Grillplatz wird zu teuer

Idyllischer Platz: Der Grillplatz am Grauhöfter Weg ist vor allem im Sommer ein echter Anziehungspunkt.
Idyllischer Platz: Der Grillplatz am Grauhöfter Weg ist vor allem im Sommer ein echter Anziehungspunkt.

Die Politik fordert ein überarbeitetes Sanierungskonzept für den Grillplatz am Grauhöfter Weg.

shz.de von
09. Februar 2018, 07:00 Uhr

Der Grillplatz am Grauhöfter Weg soll genau dort erneuert und umgebaut werden, wo er sich derzeit befindet. Zwischendurch waren Überlegungen laut geworden, den öffentlichen Treffpunkt auf das Gelände des Arnisser Segel-Clubs (ASC) zu verlegen. Während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Touristik bat allerdings der ASC-Vorsitzende Peter Boltz stellvertretend für seinen Vereinsvorstand darum, von dieser Idee Abstand zu nehmen. Parallel dazu stellte der Vorsitzende des Touristikvereins, Ingwer Hansen, erste Varianten eines Umbaus vor, deren Kosten jedoch bei einigen Politikern auf wenig Gegenliebe stießen.

Zwar spielt der ASC ebenfalls mit dem Gedanken, einen Grillplatz zu bauen, will dessen Kapazität aber auf maximal 30 Personen begrenzen – zu klein für die regelmäßigen Grillabende, die der Touristikverein in der Sommersaison ausrichtet. Zu diesen Anlässen erscheinen bis zu 300 Menschen. Keine große Überraschung also, dass Ingwer Hansen schnell betonte: „Aus unserer Sicht gibt es keinen besseren Ort als Grauhöft.“ Mit Hilfe von Bernhard Gummert, der bereits maßgeblich an der Planung des TSV-Anbaus beteiligt war, hat nun auch der Touristikverein ein paar Überlegungen angestellt, wie der Grillplatz der Zukunft aussehen könnte. Hansen sprach etwa von einer Drainage, damit der Platz auch bei Regen genutzt werden kann. Von einer Überdachung, stationär oder mobil. Von mehr Nutzfläche, statt 150 Quadratmetern eher 240 Quadratmeter. Von Gabionen als Sichtschutz. Von Gitterstahlmöbeln und Holztischen. Unterm Strich landete er bei einer Kostenschätzung von etwa 70.000 Euro – und dem Argument: „Wenn der Platz attraktiv ausgestattet ist, gibt es mehr Möglichkeiten, ihn zu nutzen, auch von anderen, wie beispielsweise der Feuerwehr.“

Vertretern der beiden großen Fraktionen stieß zwar nicht das Anliegen als solches, wohl aber die Summe bitter auf. Corinna Graunke (CDU) sprach von einem Missverhältnis der Kosten zu fünf Grillabenden in der Saison, und Lars Braack (SPD) machte sich zwar für den Standort Grauhöft stark, betonte aber auch: „Die Kosten müssen gedrückt werden.“ Michael-Sven Schattka (Grüne) signalisierte indes Bereitschaft, das Geld auszugeben: „Das muss uns die Sache wert sein.“ Peter Boltz (bürgerliches Mitglied, CDU) tendierte in dieselbe Richtung, als er dafür plädierte, „die Sache jetzt einmal vernünftig umzusetzen und für 30 Jahre Ruhe zu haben“.

Bei einer Enthaltung der CDU stimmte der Ausschuss am Ende dafür, den Grillplatz in Grauhöft zwar aufwerten zu wollen, aber bis zur nächsten Sitzung ein alternatives Sanierungskonzept einzufordern, das von einer geringeren Summe ausgeht. Termin dieser nächsten Sitzung soll noch vor der Kommunalwahl sein.

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