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Schleswig : Der Dom wird wieder zum Marktplatz

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

28 Kunsthandwerker präsentieren beim 34. Schleswiger Schwahlmarkt ihre Produkte.

Geld sammeln für den Erhalt der Kunstwerke im Schleswiger Dom: Das war der Grund, warum der Schwahlmarkt 1982 aus der Taufe gehoben wurde. Heute, 33 Jahre später, haben die Organisatoren noch immer dasselbe Ziel – und dieser ganz besondere Adventsmarkt ist längst zu einem Aushängeschild der Stadt geworden, das eine Strahlkraft weit über Schleswigs Grenzen hinaus hat. Auch in diesem Jahr werden während der neun Markt-Tage rund 10.000 Besucher erwartet. Heute geht es los.

28 Kunsthandwerker präsentieren dann im Kreuzgang des Domes ihre Produkte. Wie in jedem Jahr waren die Plätze dafür heiß begehrt. „Wir hatten wieder über 90 Bewerber. Aus diesem Angebot einen guten und passenden Mix auszuwählen, ist immer eine echte Herausforderung“, sagt Michael Marquardt. Der Unternehmer ist Mitglied im Kirchengemeinderat und Teil der fünfköpfigen Schwahlmarkt-Jury, die unter anderem darüber entscheidet, wer im Dom seine selbst hergestellten Waren verkaufen darf – und wer in die Röhre guckt. Die Glücklichen, die nun dabei sind (die Mehrzahl kommt aus der Region), steuern am Ende zehn Prozent ihrer Einnahmen für den Erhalt der Kunstschätze im Dom bei. Hinzu kommen die Erlöse aus den Eintrittsgeldern. Mehr als 15.000 Euro sind im vergangenen Jahr dabei herausgesprungen.

Dies war auch möglich, weil mehr als 100 ehrenamtliche Helfer im Einsatz waren. Auch diesmal sitzen sie an der Kasse, backen und verkaufen Kuchen, räumen Geschirr weg oder packen bei den Auf- und Abbauarbeiten kräftig mit an. Einige von ihnen werden auch in dem großen Zelt im Einsatz sein, das erstmals auf dem Vorplatz an der Norderdomstraße aufgebaut wird. Bauamtsmitarbeiterin Rowena Sandmeier sagt: „Wir wollten den Außenbereich etwas gemütlicher gestalten und dort auch zum Verweilen einladen.“ Deshalb werde in dem beheizten Zelt vegetarische Suppe angeboten, die man an einem der vielen Tische in Ruhe auslöffeln könne. Weiterhin gibt es einen Bratwurststand, und in der Kanonikersakristei wird erneut eine Cafeteria eingerichtet.

Auch beim kulturellen Angebot rund um den Schwahlmarkt setzt die evangelische Kirchengemeinde auf einen Mix aus Neuem und Bewährtem. So gibt es erneut eine tägliche Lesung mit bekannten Schleswiger Persönlichkeiten. Auch das Adventssingen am letzten Schwahlmarkt-Tag, 13. Dezember, findet wieder statt. Neu ist hingegen, dass sich die diesjährige Vortragsreihe nicht mit den Kunstwerken im Dom beschäftigt, sondern „aus gegebenem Anlass“ mit der Flüchtlingsthematik, wie Pastorin Christiana Lasch-Pittkowski betont. Der Titel der Reihe, zu der jeweils ab 15 Uhr eingeladen wird: „Ankommen in Schleswig“.

 

 

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erstellt am 04.Dez.2015 | 18:52 Uhr

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