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Fussball-WM in Brasilien : Dennis Greiner löst das WM-Ticket

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Bundestrainer Jörg Dittwar nominiert den Kappelner Dennis Greiner für die Weltmeisterschaft für Fußballer mit intellektueller Beeinträchtigung.

Nur einen Monat nach der Fußball-Weltmeisterschaft wird in Brasilien nochmals um einen Weltpokal gespielt. Vom 11. bis 25. August gibt es in Sao Paulo die WM für Nationalmannschaften mit intellektueller Beeinträchtigung. Und für dieses Turnier wurde der Kappelner Dennis Greiner erstmals für den Kader der deutschen Mannschaft nominiert. Die Entscheidung darüber traf Bundestrainer Jörg Dittwar, der zwischen 1987 und 1994 150 Mal in der Bundesliga für den 1. FC Nürnberg spielte.

Der bei den Kappelner Werkstätten als Tischler beschäftigte Dennis Greiner freut sich mächtig auf dieses Ereignis im fernen Südamerika. „So etwas bekommt man vielleicht nur einmal im Leben geboten und dass ich jetzt dabei bin, ist fast unglaublich.“ Und der 28-Jährige weiß auch, wer ihm das ermöglicht hat: „Sehr viel verdanke ich meinem ersten Trainer Sebastian Grätsch, der mich im Werkstätten-Team entdeckt und mich weiter gefördert hat.“

Über die Schleswig-Holstein-Auswahl, mit der Greiner zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften der Bundesländer Zweiter und Dritter wurde, kam der Kontakt zu Bundestrainer Jörg Dittwar zustande. Mittlerweile hat der Kappelner schon einige Trainingslager im Nationalmannschafts-Kreis absolviert. Das letzte vor der WM läuft noch bis zum kommenden Sonntag in Ingolstadt. „Am gleichen Tag steigen wir dann noch in den Flieger nach Brasilien, wo schon einen Tag später die Spiele anfangen“, freut sich Dennis Greiner auf sein internationales Debüt.

Bei insgesamt neun Teilnehmern spielt Deutschland in der Gruppe 3 gegen Südafrika und Polen. Die weiteren Teams dieser WM kommen aus Frankreich, Argentinien, Saudi-Arabien, Schweden, Japan und Brasilien. Dennis Greiner, der sich gute Chancen auf einen Platz in der Startelf ausrechnet, fühlt sich im defensiven Mittelfeld am wohlsten. „Ich spiele auf der Sechser-Position und kann durch meine Schnelligkeit und Wendigkeit einiges bewegen“, sagt er. „Ich hoffe, der Trainer sieht das auch so und stellt mich auf.“

Beim Treffen mit unserer Zeitung trug Dennis Greiner ein National-Trikot mit dem Schriftzug „Podolski“ auf dem Rücken. Auf die Frage, ob dies sein Vorbild sei, antwortete er: „Bei der WM 2010 war Lukas Podolski richtig stark, und ich war auch Fan von ihm. Nun heißt mein Favorit Thomas Müller.“ Von ihm habe er sich abgeschaut, dass man immer in Bewegung sein und auch verlorenen Bällen nachsetzen müsse. Seine fünf Tore hätten viel zum WM-Titel beigetragen. „Und außerdem spielt er bei meinem Lieblingsverein Bayern München“, so der Kappelner.

Nach der Rückkehr aus Brasilien wird Dennis Greiner wieder bei seinem Stammverein FSG Ostseeküste kicken und wer weiß: Vielleicht kann Kappeln ja bald einen Weltmeister begrüßen.

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