Süderbrarup : Dem DRK seit 70 Jahren treu

Wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt: Käthe Wöhlk, Lisa Boysen (vorn, von links),  dahinter Martha Michaelis, Carla Drews, Dörte Jessen-Schütt, in der hinteren Reihe stehen Gerd Buhs, Heinz Tüxen und  Konrad Maibaum. Foto: Kuhl
Wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt: Käthe Wöhlk, Lisa Boysen (vorn, von links), dahinter Martha Michaelis, Carla Drews, Dörte Jessen-Schütt, in der hinteren Reihe stehen Gerd Buhs, Heinz Tüxen und Konrad Maibaum. Foto: Kuhl

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22. Februar 2011, 08:05 Uhr

Süderbrarup | Eine besondere Ehrung konnte Vorsitzender Konrad Maibaum bei der Jahresversammlung des DRK-Ortsvereins Süderbrarup vornehmen. Käthe Wöhlk erhielt die Ehrennadel für 70-jährige Mitgliedschaft im DRK. Die heute 85-Jährige trat 1940 in die Hilfsorganisation ein und war bis zum Kriegsende Schwesternhelferin in einem Lazarett. Auch im Ortsverein war sie 30 Jahre lang bis zum Jahr 2005 aktiv dabei.

50 Jahre dabei ist Lisa Boysen. 45 davon war sie als treue Helferin im Ortsverein tätig. Ingrid Carstensen, Carla Drews, Dörte Jessen-Schütt, Martha Michaelis, Gerd Buhs sowie Heinz Tüxen wurden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im DRK ausgezeichnet.

Bürgermeister Johannes-Peter Henningsen lobte die vom DRK für die Region geleistete Arbeit. "Das Ehrenamt kann man nicht mit Geld und nicht mit guten Worten bezahlen", meinte er und lobte die Initiative der Jugendrotkreuzgruppe, die diese Arbeit auch in Zukunft sicherstelle. Auch Kai Schmidt, der neue Kreisgeschäftsführer des DRK, lobte die ehrenamtliche Tätigkeit: "Hier wird Solidarität vor Ort gelebt", griff er das zentrale Thema des Nachmittags auf und zeigte sich angesichts der Vielfalt der Aktivitäten des Ortsvereins beeindruckt. Krebsnachsorge, Yoga, Gedächtnistraining, Wasser- und Seniorengymnastik, Handarbeitsgruppe, Besuchsdienst, Schulsanitätsdienst, Kegelgruppe, Organisation von Touren und Veranstaltungen sowie Beteiligung an der vernetzten Jugendarbeit sowie dem Projekt "Kindern eine Chance" seien "ein Riesenspek trum". Pastor Dr. Frank Schnoor beschäftigte sich mit dem, was der Solidarität im Wege steht. "Solidarität lebt davon, dass der andere nicht so ist, wie man selbst, aber man ihn erträgt, wie er ist und ihn als Beitrag für das Ganze würdigt", stellte er fest.

Vorsitzender Maibaum verkündete eine Stabilisierung der Mitgliederzahlen - aktuell 228 - und beschäftigte sich dann mit Grundsatzfragen der Solidarität. Er fasste Rotkreuz und Rothalbmondbewegung (das islamische Gegenstück zum christlichen Roten Kreuz) in ihrem Grundsatz zusammen, hilfsbedürftigen Menschen unterschiedslos Hilfe zu gewähren. "Dieses Solidaritätsgefühl wird in diesen Tagen gerne benutzt - und leider auch ausgenutzt", sagte er. Stets werde dem Geber mehr und dem Nehmer weniger abverlangt. Dabei ginge oft der Grundgedanke verloren, dass in einer solidarischen Beziehung sich Geber und Nehmer in wechselseitiger Verantwortung befänden. Das hieße auch, dass es sich Nehmer in ihrer Rolle nicht zu bequem machen dürften.

Für das Jahr kündigte er Blutspendeaktionen am 6. Mai und 20. Dezember, ein Verspielen am 9. April, eine Fahrradtour an Christi Himmelfahrt und die Seniorenadventsfeier am 16. Dezember an. Außer der Reihe wird am Freitag, 11. März, die Theateraufführung "De Reis na Kapstadt" gezeigt. Und am 22. Mai nimmt das DRK am "Jedermannfest" auf dem Süderbraruper Marktplatz teil. Neu im DRK-Programm ist eine Line-Dance-Gruppe, die ihre erste Stunde am Mittwoch, 3. März, von 18 bis 19.30 Uhr im Bürgerhaus abhält.

Bei den Wahlen wurde Elke Heimer als zweite stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt.

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