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Schlei-Bote

20. September 2017 | 13:18 Uhr

Defizit im Tourismusgeschäft schrumpft

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Kurbetriebe Schönhagen profitieren von guten Einnahmen durch die Kurabgabe / Rücklage der Gemeinde Bordersby wird geschont

von
erstellt am 02.Apr.2014 | 14:48 Uhr

Einen Überschuss aus dem Tourismusgeschäft kann Brodersby in Jahr 2013 noch nicht verbuchen. „Aber der Weg ist eindeutig richtig“, wie Bürgermeister Christian Schlömer bei der Sitzung des Finanzausschusses feststellte. Die Prüfung der Jahresrechnung der Kurbetriebe Schönhagen ergab einen Zuschussbedarf der Gemeinde in Höhe von rund 32 000 Euro. Gerechnet hatte man mit einem Defizit von 42 000 Euro, vergleichbar wie im Jahr 2012. 2011 gab es noch ein Defizit von 49 000 Euro und 2010 sogar von 83 000 Euro. Verantwortlich für den Defizitrückgang ist neben guter Einnahmen bei der Kurabgabe, deren Erhebungszeitraum erstmals 2011 um sechs Wochen vom 1. April bis Ende Oktober, verlängert wurde, auch die nur noch alle drei Jahre notwendige und kostenintensive Wirtschaftsprüfung des Betriebs, wie Ulrich Erichsen vom Amt Schlei-Ostsee feststellt. Darüber hinaus wirken sich die sinkenden Abschreibungsbeträge aus. In diesem Geschäftsjahr werde das Defizit um rund 20 000 Euro in Folge weiter sinkender Abschreibungen sinken, stellte Steuerberater Jürgen Pillatzke bei der Sitzung fest. Zugleich verfügen die Kurbetriebe über Rücklagen in Höhe von rund 300 000 Euro. Bei der in diesem Jahr anstehenden Wirtschaftsprüfung soll die Frage geklärt werden, ob die Gemeinde Geld aus der Rücklage der Kurbetriebe zurückführen darf. Die Jahresrechnung empfahl der Ausschuss unter Leitung von Jürgen Thietje einstimmig zur Annahme. „Ich bin sehr froh, dass wir vor vielen Jahren schon die Vermarktung vom Eigenbetrieb auf die Glücksburg Consulting übertragen haben“, sagte Schlömer.

Positiv entwickelte sich auch die Jahresrechnung für 2013 der Gemeinde. In Folge höherer Einnahmen bei Gewerbe- und Einkommensteuer sowie niedrigere Ausgaben für beispielsweise den Winterdienst, für die Kitabetreuung und die Schulen, konnte die Rücklagenentnahme zum Ausgleich des Haushaltes massiv reduziert werden. Statt 86 000 Euro reichen nun rund 16 000 Euro aus. Die allgemeine Rücklage sank zu Januar 2014 auf 267 000 Euro. Die Prüfung der Belege durch die Ausschussmitglieder ergab keine Beanstandungen, die Jahresrechnung wurde zur Annahme empfohlen.

Die Gemeinde gewährt Vereinen und Verbänden jährliche Zuwendungen zur Förderung des Ehrenamtes und zur Förderung der Jugend. Der Ausschuss ging die alte und seit vielen Jahren nicht veränderte Liste der Pauschalförderungen durch und passte die Beträge an. Die Empfehlung für 2015 sieht Ausgaben in Höhe von 2570 Euro gegenüber 2188 Euro in 2014 vor. Überregionale Organisationen wie Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Tbc-Vereinigung, Müttergenesungswerk und das Frauenzimmer Kappeln wurden gestrichen. Neu aufgenommen wurden die Jugendfeuerwehr Winnemark, das Sozialforum Kappeln und Via – Beratung für Frauen und Mädchen Eckernförde.

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