„De Monarchen“ haben die Nase vorn

Mit Muskelkraft, Kondition und Taktik bewältigten die Mannschaften das anstrengende Maasholmer Kuttertrekken.
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Mit Muskelkraft, Kondition und Taktik bewältigten die Mannschaften das anstrengende Maasholmer Kuttertrekken.

Zehn Teams beteiligen sich am zehnten Kuttertrekken in Maasholm

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13. Juli 2014, 16:06 Uhr

Das zehnte Kuttertrekken der Maasholmer Hafentage erlebte einen Start-Ziel-Sieg: „De Monarchen ut Angeln“ legten mit 4:06,4 Minuten eine Zeit vor, die keiner der folgenden Konkurrenten mehr toppen konnten. Nach ihrem ersten Sieg im vergangenen Jahr konnte das sieben Mann starke Team diesen Erfolg also eindrucksvoll wiederholen. Der Jubel war groß, und der erneute Sieg wurde gebührend gefeiert.

Die Monarchen – Jan-Niklas Kablau aus Sterup, Jan-Ole Nissen aus Hasselberg, Jörg Jensen aus Rabenholz, Niels Jürgensen aus Grünholz, Max Jürgensen aus Niesgrau, Finn Zirbes aus Gelting sowie ihr Manager und „Einpeitscher“ Ulf Jensen aus Kappeln – sind gestandene Mannsbilder und haben sich zusammengefunden, um einerseits zu siegen und andererseits daran zu erinnern, dass es bis in die 1950er-Jahre hinein in Angeln „Monarchen“ gab. Die waren keineswegs königlichen Geblüts, sondern schlitzohrige Tagelöhner, die den Bauern bei der Ernte halfen. Mit Muskelkraft, Taktik, Kondition und dem unmissverständlichen Willen, den Sieg vom Vorjahr zu wiederholen, schipperten die heutigen Monarchen also vom Kai mit einem Schlauchboot zum 110 Meter entfernt liegenden Kutter „Goodenwind“ – Baujahr 1973, 17 Meter lang, 42 Tonnen Leergewicht–, nahmen einen Tampen entgegen, ruderten zurück und dann begann an Land das kräftezehrende Trekken – ein Spaß für die Zuschauer.

Die Idee, vor zehn Jahren in Maasholm geboren, hat von ihrem Reiz nichts verloren. Da treten die Mannschaften – von ihren Fans lautstark angefeuert – eine nach der anderen an, und jede hofft, die Nase ganz vorn zu haben. So auch die „Deichkieker“, die am Ende den zweiten Platz belegten (4:31 Minuten). Die erste Mannschaft der „Ouzo Brothers“ aus Eggebek, die im vergangenen Jahr noch mit dem siebten Platz vorlieb nehmen mussten, schafften diesmal mit 4:35,5 Minuten den dritten Platz. Rang vier holten sich die Maasholmer Fischer in einer Zeit von 4:42,5 Minuten. Den fünften Platz sicherten sich die „Ouzo-Brothers II“ (4:43) aus Eggebek. Die Männer der Feuerwehr Gelting gingen als Newcomer an den Start – trainiert hatten sie nicht, aber schlugen sich wacker und erreichten mit 4:44 Minuten den sechsten Platz. Die Junggesellen der Schleigemeinde mussten sich mit ihren 4:45,7 Minuten beim Jubiläums-Trekken mit dem siebten Rang bescheiden. Schon seit zehn Jahren dabei sind die Brandschützer aus Rabel. Diesmal war für sie jedoch nicht mehr drin als der achte Platz – mit einer Zeit von 4:48 Minuten. Das ausschließlich aus Frauen bestehende Team „Lady Fit“ aus Kappeln schaffte das Trekken in 5:11 Minuten, war damit einen Tick besser als die Männer der Feuerwehr Kronsgaard und landete auf dem neunten Platz. Die Kronsgaarder brauchten 5:18,1 Minuten – letzter Platz. Die Stimmung trübte das allerdings nicht.

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