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Schlei-Bote

22. Oktober 2017 | 14:38 Uhr

Internet : Das schnelle Netz rückt näher

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Koseler Bürgermeister Hartmut Keinberger ist Vorsitzender des neu gegründeten Breitband-Zweckverbands Schlei-Ostsee und Kappeln. Matthias Mau ist Vorstandsmitglied.

Die Gemeinden des Breitband-Zweckverbandes des Amtes Schlei-Ostsee und die Stadt Kappeln sind ihrem Ziel des schnellen Internets ein weiteres Stück näher gekommen. Am Mittwochabend fand in Eckernförde die konstituierende Sitzung statt, am Ende hatte sich der Verband einen Vorstand und eine Satzung gegeben und kann jetzt also die Arbeit aufnehmen.

Die Vertreter der 18 teilnehmenden Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee und der Stadt Kappeln wählten den Vorstand des Zweckverbandes aus ihrer Mitte. Ergebnis: Einstimmig wurde Hartmut Keinberger, Bürgermeister aus Kosel, zum Vorsitzenden benannt. Sein Stellvertreter ist Matthias Mau, stellvertretender Bürgermeister in Kappeln. Zur zweiten Stellvertreterin wählte die Versammlung Gübys Gemeindechefin Ursula Schwarzer. Hartmut Keinberger freute sich über die Zustimmung aller Vertreter: „Ich hatte es gehofft, aber nicht mit so einer überwältigenden Wahl gerechnet. Ich danke allen für das entgegengebrachte Vertrauen.“

Der Breitband-Zweckverband (BZV) gilt als entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer optimalen Breitbandversorgung der Haushalte und Wirtschaftsbetriebe im Verbandsgebiet. Im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung muss jetzt ein Internet-Betreiber gefunden werden. Die ersten Förderbescheide für Gelder aus dem über zwei milliardenschweren Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau hatte Bundesminister Alexander Dobrindt schon übergeben (wir berichteten).

Die ersten 31 Kommunen und Landkreise mit unterversorgten Gebieten erhalten somit bis zu 50.000 Euro für Beratungsleistungen. Richard Krause, Leiter des Breitband-Kompetenzzentrums Schleswig-Holstein, stellte dem noch jungen Breitband-Zweckverband die einzelnen Fördergeldmodelle vor. „Das Bundesförderprogramm ist schon jetzt ein Erfolg. Anträge werden schnell und zügig bearbeitet. Sie sind auf einen guten Weg und haben die ersten Gelder vom Land Schleswig-Holstein schon erhalten. Der nächste Schritt mit einer guten Vorplanung sollte unbedingt eingeleitet werden“, so Krause. Die Anträge werden anhand transparenter Kriterien, einem sogenannten Scoring, bewertet, dieses ist ein Punktesystem, das die Grundlage für die Förderentscheidung bildet. Die Mitgliedsgemeinden und die Stadt Kappeln können nun auf ein schnelles Internet hoffen, der Ausbau des Glasfasernetzes könnte 2017 beginnen und in drei bis vier Jahren abgeschlossen sein.

Die Versammlung votierte einstimmig für die Verbandssatzung und die Entschädigungssatzung für Ehrenamtliche, sowie für die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan 2016. Der gewählte Vorstand sei in die Materie bestens eingearbeitet, bestätigte Ursula Schwarzer.

 

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