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St. Nikolai-Kirche Kappeln : Das Kirchturmdach ist wieder dicht

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Durch Zufall wurde das Leck entdeckt. Alle Arbeiten für den Winter sind jetzt abgeschlossen – das Gebäude ist in einem gutem Zustand.

Kappeln | Der mobile Kran hat die Arbeitsbühne mit den Handwerkern nach oben zum Turm der St. Nikolai-Kirche geliftet. Direkt unterhalb der großen Uhr führt Tischlermeister Claus Staven letzte Arbeiten an dem hölzernen Zierbogen oberhalb der Schallklappen der Glocken durch, während Gunnar Möller, Dachdecker der Firma Dainat, die Blechkanten des Turmdaches ausbessert. Hier hatte es hineingeregnet. Jürgen Kießling, der Bauausschussvorsitzende der Kirchengemeinde, beobachtet die Arbeiten vom Boden aus. „Die Handwerker haben sich eng abgestimmt, damit wir den Kran nicht zweimal kommen lassen mussten“, erläutert er. Eigentlich sollten diese Ausbesserungsarbeiten bereits Mitte September erledigt werden, aber dann machte Sturmtief „Sebastian“ einen Strich durch die Rechnung.

Dass die Leckage im Dach überhaupt entdeckt wurde, war ein glücklicher Zufall. Jürgen Kießling machte mit der Architektin des Kirchenkreises, Sylvia Schönrock, eine Begehung des Daches. An diesem Tag regnete es in Strömen. „Da konnten wir gut sehen, wo das Wasser eindringt“, so Kießling. Er ist froh, dass der Schaden dadurch frühzeitig bemerkt und repariert werden konnte. Vor etwa 20 Jahren mussten mehrere Dachbalken gewechselt werden, weil über längere Zeit Feuchtigkeit eingedrungen und sie durchgerottet waren. „Soweit darf es nicht wieder kommen. Daher gucken wir uns die Kirche zweimal im Jahr sehr genau an.“ Irgendetwas sei immer kaputt oder müsse renoviert werden. Zum Glück seien es aber meist nur kleine Schäden – Dachziegel brechen, Mörtel falle heraus oder Farbe blättere ab.

Der Kranausleger mit der Arbeitsbühne senkt sich langsam wieder nach unten und bringt die beiden Handwerker auf den Boden zurück. Der Kran muss neu in Position gebracht werden. Noch drei Mal müssen sie dann in die luftige Höhe hinauf, um auch noch an den anderen drei Seiten des Turmes die gleichen Reparaturen auszuführen.

„Für den Winter ist dann alles in Schuss. Die Kirche ist im Moment in gutem baulichen Zustand“, freut sich Kießling. Aber ein paar umfangreichere Arbeiten stehen im kommenden Jahr an. An der Ostseite der Kirche, dort wo die alten Linden der neuen Stützmauer weichen mussten, sollen im Frühjahr wieder Bäume gepflanzt werden. Im Inneren der Kirche sind Altar- und Chorschranke inzwischen etwas schäbig, die Farbe ist an vielen Stellen abgewetzt. „Wir haben uns das schon mit dem Restaurator angesehen. Nun müssen wir überlegen, wie wir das Geld für die Instandsetzung zusammenbekommen. Vielleicht gibt die Denkmalpflege ja etwas dazu“, hofft der Bauausschussvorsitzende.

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