KAPPELN : Das ist der neue Seniorenbeirat

Jede Menge Wahlzettel: Im Ordnungsamt wird gleich in mehreren Büros gezählt. Hier fassen Kerstin Möse (r.) und Christine Köpke (Mitte) unter den Augen von Ordnungsamtsleiterin Inken Nehmdahl die eingegangenen Stimmen zusammen. Fotos: Nordmann
Jede Menge Wahlzettel: Im Ordnungsamt wird gleich in mehreren Büros gezählt. Hier fassen Kerstin Möse (r.) und Christine Köpke (Mitte) unter den Augen von Ordnungsamtsleiterin Inken Nehmdahl die eingegangenen Stimmen zusammen. Fotos: Nordmann

39,58 Prozent der Kappelner über 60 Jahre haben die neue Zusammensetzung des Gremiums bestimmt.

Rebecca_Nordmann-7304.jpg von
22. Oktober 2018, 18:00 Uhr

Gute dreieinhalb Stunden hat es gedauert, dann waren alle Stimmzettel ausgezählt. Ein langer Nachmittag für die Mitarbeiter im Ordnungsamt. Und einer, der die Weichen im Seniorenbeirat neu gestellt hat. Seit Montag nämlich arbeitet das Gremium in einer neuen Zusammensetzung. Für die nächsten vier Jahre gehören dem Gremium in der Reihenfolge der jeweils auf sie entfallenen Stimmen diese sieben Mitglieder an: Christel Siemen (886 Stimmen), Claus-Peter Holz (798 Stimmen), Barbara Scheufler-Lembcke (763 Stimmen), Sigrid Lorenzen (625 Stimmen), Martina Kinast (601 Stimmen), Werner Barz (508 Stimmen) und Willi Koch (491 Stimmen).

Bis zu sieben Stimmen konnte jeder der insgesamt 3388 Wahlberechtigten vergeben, ungewöhnlich wenige allerdings nutzten dieses Kontingent auch voll aus. Die Wahlbeteiligung lag in diesem Jahr bei 39,58 Prozent, das entspricht 1341 Wählern, die alle auf dem Postweg abgestimmt haben. Damit reicht die Zahl nicht ganz an das Ergebnis von vor vier Jahren heran – damals hatten 48,73 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Gewählt werden konnte bis Montag, 12 Uhr, und Ordnungsamtsleiterin Inken Nehmdahl nahm tatsächlich auf den letzten Drücker noch einige Wahlzettel entgegen. „Um kurz vor 12 kam noch jemand“, sagte sie. Der langjährige Vorsitzende des Seniorenbeirats, Horst Albrecht, hatte zu diesem Zeitpunkt schon längst gewählt – „gleich zu Anfang“, sagte er. Schließlich erstreckte sich der Zeitraum, innerhalb dessen alle Kappelner ab 60 Jahren ihre Kreuze machen durften, auf insgesamt vier Wochen. Albrecht selbst stand zwar nicht mehr zur Wahl – „aber ich bin einfach ein bisschen neugierig, wie es ausgegangen ist“, begründete er Montag Nachmittag seine Anwesenheit im Ordnungsamt.

Über die vergangenen Jahre hat der Seniorenbeirat eine starke Stimme im Stadtgeschehen entwickelt. Und auch Inken Nehmdahl erinnerte Montag daran, dass dem Gremium Rechte zustehen. „Laut Satzung ist die Stadt dazu verpflichtet, den Seniorenbeirat bei Fragen der Verkehrsplanung, der Verkehrssicherheit, zu Bildungsangeboten für Ältere und zu Altenwohnheimen zu informieren“, sagte die Ordnungsamtsleiterin. Zudem steht jedem Beiratsmitglied ein Rederecht in den politischen Ausschüssen zu. Nehmdahl: „Die Ausschüsse sind angehalten, die Interessen des Seniorenbeirats einzubinden.“

Auffällig ist indes, dass sich die Senioren der Stadt mit Christel Siemen, Barbara Scheufler-Lembcke, Sigrid Lorenzen und Willi Koch für vier neue Mitglieder ausgesprochen haben – nicht ganz zufällig. Schließlich waren unter den zwölf Bewerbern gleich acht neue Gesichter. Und: Erstmals sind die Frauen in der Überzahl. Angetreten aber nicht wiedergewählt wurden Gerda Hartmann und Manfred Bohner.

Ursprünglich war geplant, den neu gewählten Beirat bei der nächsten Sitzung der Stadtvertretung zu bestätigen. Aus Zeitknappheit soll die Bestätigung nun jedoch erst am 21. November erfolgen. Unmittelbar danach muss der Seniorenbeirat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammentreten, um seinen Vorsitzenden zu wählen und weitere Vorstandsämter zu vergeben. Danach beginnt die eigentliche Arbeit der nächsten vier Jahre.

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