Nieby : Das Auge von Kalkgrund ist in Betrieb

Der Kamera könnte es auch gelingen, in der Außenförde  Schweinswale aufzunehmen.
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Der Kamera könnte es auch gelingen, in der Außenförde Schweinswale aufzunehmen.

Neue Kamera am Leuchtturm in der Flensburger Außenförde soll die Vogelzüge beobachten. Via Falshöft werden Livebilder zur Integrierten Naturschutzstation „Geltinger Birk“ geleitet.

shz.de von
28. Oktober 2013, 07:30 Uhr

Wasser, nichts als Wasser: Die neue Kamera, die auf dem Leuchtturm Kalkgrund installiert worden ist, erfasst mit ihren Schwenks und Zooms alles, was sich auf der Flensburger Außenförde zwischen Angeln und Alsen bewegt.

Seit vier Wochen überträgt dieses elektronische Auge Live-Bilder per Funk zum Leuchtturm Falshöft. Von da aus werden sie per Kabel in die Integrierte Naturschutzstation „Geltinger Birk“ geleitet und auf einem Bildschirm, der sich in einer kleinen Kabine befindet, permanent ausgestrahlt. Zu verdanken sei die Anschaffung der Überwasserkamera dem Förderverein für die Falshöfter Station, sagt deren Leiter, der Diplom-Biologe Nils Kobarg. Diese aus Sicht der Naturschützer bedeutsame Einrichtung diene in erster Linie der Beobachtung der Vogelzüge.

Anhand des freien Blicks auf Himmel und Wasser könnten in der Integrierten Station nun von jungen Ornithologen detaillierte Studien über die Bewegungen der einzelnen Seevogelarten betrieben werden. Laut Koberg könnte es hin und wieder auch gelingen, die an die Oberfläche schwimmenden Schweinswale zu sichten.

Um allerdings in deren Kinderstube zu blicken, wird noch die Anschaffung einer Unterwasserkamera am Turm Kalkgrund geplant.

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