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Kaj-Munk-Kindergarten Kappeln : Dänischer Kindergarten kann bauen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Sozialministerin Kristin Alheit übergab der Einrichtung knapp 57.000 Euro zur energetischen Sanierung.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2016 | 07:15 Uhr

„Sommer i Kappeln“ sangen die Kinder des dänischen Kaj-Munk-Kindergartens, als Kristin Alheit vor ihnen stand. Die Sozialministerin Schleswig-Holsteins war gestern Vormittag in Kappeln zu Besuch, um der Stadt einen Förderbescheid für den Kindergarten zu überreichen – immerhin knapp 57.000 Euro. Und tatsächlich hatte es dank anhaltenden Sonnenscheins den Anschein, als sei der Sommer nicht mehr allzu fern. Einen warmen Geldregen nahm man unabhängig davon gerne in Kauf.

Zwar waren die 64 Kinder im Kaj-Munk-Kindergarten immer noch deutlich in der Überzahl, mit Alheit, Udo Jessen, Vorsitzender des dänischen Schulvereins, Petra von Oettingen, administrative Leiterin des Schulvereins, Bürgermeister Heiko Traulsen und dem SSW-Fraktionschef Christian Andresen war die Zahl der Erwachsenen gestern jedoch spürbar erhöht. Kindergarten-Leiterin Irid Stephani führte die Gruppe durch die einzelnen Gebäude im Hans-Christian-Andersen-Weg, deren Konstellation Petra von Oettingen zuvor mit diesen Worten eingeleitet hatte: „In Kappeln ist der Kindergarten über drei Gebäude verteilt. Die Qualitätsverbesserung ist allein deshalb eine große Herausforderung.“

Tatsächlich hat sich der Kindergarten in den vergangen drei bis vier Jahren kontinuierlich erweitert, verfügt über ein 70 Jahre altes Hauptgebäude, nutzt aber mittlerweile unter anderem auch einen Teil der benachbarten dänischen Grundschule. In den Augen von Irid Stephani nicht die schlechteste aller Lösungen. „Wir arbeiten eng zusammen und erleben eine tolle Gemeinschaft“, sagte sie. Mit Kristin Alheit im Schlepptau ging es durch das neuere Gebäude, hinüber in den alten Bestand, wo Bürgermeister Heiko Traulsen den hohen Bedarf an Kindergartenplätzen im Allgemeinen und Krippenplätzen im Besonderen ansprach. Auch für den dänischen Kindergarten mit seinen zwei Regelgruppen sowie je einer altersgemischten und Krippengruppe existiert eine Warteliste.

Die Ministerin lobte die Nähe zwischen Kindergarten und Grundschule, die „weiche Übergänge“ erlaube. Mit Hilfe der 57.000 Euro aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Bundes soll nun die Wohnung im alten Schulleiterhaus eine Brandschutztreppe erhalten, außerdem neue Fenster, damit dort im Obergeschoss ein Therapieraum, zwei Spielzimmer und ein Personalraum entstehen können. Irid Stephani sagte: „Ohne dieses Geld könnten wir das nicht so schnell in Angriff nehmen.“ Und Udo Jessen wurde noch deutlicher: „Es trägt dazu bei, einen kleineren Standort wie diesen zu sichern.“

Die Fördersumme entspricht 90 Prozent der Bausumme, den Rest muss die Stadt tragen. Für Kristin Alheit werden damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn: „Finanziell schwache Kommunen profitieren von einer maximalen Förderung und sparen, weil das Geld in energetische Sanierung fließt, auch künftig“, sagte die Ministerin. „Wir investieren also gleichzeitig in die Betreuungsqualität und entlasten die Kommunen.“ Im dänischen Kindergarten könnte also der Sommer ein besonders schöner werden.

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