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Hund schwer verletzt : Cuttermesser im Fleisch versteckt: Offenbar Tierhasser in Maasholm unterwegs

vom

Die Hündin „Lana“ frisst am Freitag ein präpariertes Stück Fleisch. Danach spuckt sie Blut und muss notoperiert werden. Die Polizei ermittelt.

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2016 | 14:15 Uhr

Maasholm | Der Alptraum eines jeden Hundebesitzers wurde für eine Urlauberin leider wahr: Ihre sieben-jährige Cockerspanielhündin „Lana“ fraß am Freitag in Maasholm beim „Galgenberg“ ein mit einem Cuttermesser präpariertes Stück Fleisch.

„Wir trafen unsere Bekannte beim Spazieren gehen“, sagt Nachbar Sönke Uthe. „Sie sagte, ihr Hund hätte gerade etwas gefressen.“ Das Tier hätte apathisch unter einer Bank gelegen und auf einmal angefangen, Blut zu spucken.

Uthe und die Hundebesitzerin fuhren sofort zu einer Tierklinik in Steinbergkirche, wo „Lana“ mehrere Stunden notoperiert wurde. Magen und Speiseröhre wurden schwer verletzt. Die abgebrochene Klinge sei auf Röntgenbildern deutlich zu sehen gewesen. Zunächst war es ungewiss, ob der Spaniel überleben würde.

Doch seit Samstagmittag steht fest: „Lana“ wird es schaffen. Bis Sonntag hängt sie am Tropf und wird aufgepäppelt.  Dann darf sie zurück zu ihrem Frauchen.

Uthe ist erleichtert, dass der Spaniel durchkommt. Doch damit ist der Spuk nicht vorbei. „Samstagabend rief mich eine Dame an. Sie sagte, sie habe in Maasholm-Bad unter dem Rasenschnitt in der Schleimünder Straße eine Wurst mit Rasierklingen gefunden.“ Die Frau habe gerade noch verhindern können, dass ihr Hund den gefährlichen Köder fraß.

Sönke Uthe brachte den Köder am Samstag zur Polizei. Doch Uthe, ebenfalls Hundebesitzer, will mehr tun und die Bevölkerung vor dem Tierhasser warnen. „Ich habe Zettel im Ort aufgehängt. Es geht nicht nur um Hunde, alle anderen Tiere sind ebenso betroffen.“ „Lanas“ Besitzerin will einen etwa 70-jährigen Mann beobachtet haben, der etwas ins Gras legte, kurz bevor ihr Hund das Fleisch fraß. Ob ein Zusammenhang besteht, ist jedoch noch nicht klar.

Bernd Marquardsen von der Kappelner Polizei ist der Fall bekannt. Anzeige wurde erstattet. Bislang sei ihm nur dieser Fall gemeldet worden. Die Ermittlungen stehen am Anfang. Er bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 04642-9655901 zu melden.

Bürgermeister Kay-Uwe Andresen hat das erste Mal mit so einem Fall in seiner Gemeinde zu tun. „Ich bin seit 17 Jahren Bürgermeister, so etwas gab es noch nicht.“ Nachdem er von den Ködern erfahren hatte fing er sofort an, Freitagabend Zettel an beliebten Stellen wie der Fischbude oder der Hafenmeisterei auszuhängen. „Ich hoffe, so viele Betroffene zu erreichen.“

Andresen hat Angst. „Nicht nur um meine beiden Hunde, sondern um alle anderen auch.“ Außerdem denkt er nicht nur an gefährdete Haustiere:„Hunde kann man vielleicht noch retten, aber die Wildtiere gehen elendig zugrunde. Es graut mir davor.“

Er appelliert an Bürger und Urlauber: „Wir müssen auf unsere Hunde aufpassen.“ Außerdem solle man einen kühlen Kopf bewahren und mit Verdächtigungen vorsichtig sein.

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