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Fortbildung : Christliche Schatzkiste für Kita-Alltag

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

220 Erzieherinnen des evangelischen Kita-Werkes trafen sich zur Fortbildung in Süderbrarup.

shz.de von
erstellt am 22.Nov.2014 | 13:00 Uhr

Alte und neue Kolleginnen treffen, sich austauschen, über den Tellerrand blicken und sich dabei fortbilden – genau das wollten mehr als 220 Erzieherinnen und sozialpädagogische Assistentinnen aus ganz Angeln, die in dieser Woche zur traditionellen Fortbildung des Evangelischen Kitawerks nach Süderbrarup gekommen waren. Unter dem Titel „Ist noch drin, was draußen dran steht…. – religionspädagogische Arbeit in evangelischen Kitas“ waren sie eingeladen, einen Blick in die christliche Schatzkiste zu werfen und am Ende des Tages eine prall gefüllte Materialien-Schatzkiste mit in die 26 evangelischen Kitas in Angeln zu nehmen.

Knapp 2000 Kinder besuchen in Angeln evangelische Kindertagesstätten, und diesen soll die Fortbildung der Erzieherinnen letztlich zugute kommen. „Mit unserem wohnortnahen Fortbildungsprogramm sichern wir die Qualität in unseren Einrichtungen“, erklärte die Fachberaterin Dagmar Lenz. „Wir wollen, dass alle Kinder gut betreut und begleitet werden, um gestärkt und zuversichtlich mit Gott groß zu werden.“

Dass insbesondere das Erzählen von biblischen und anderen Geschichten dabei eine große Rolle spielt, machte Propst Helgo Jacobs in seinem Eingangsreferat deutlich. Er ermutigte die Erzieherinnen, im Kita-Alltag viele Geschichten vorzulesen und zu erzählen. „Geschichten laden die Kinder dazu ein, selbst zu erzählen und eine vertrauensvolle Neugier zu entwickeln“, sagte Jacobs. „Sie machen mutig und stärken die Kinder, kritisch und gleichzeitig vertrauensvoll durchs Leben zu gehen, auch wenn ihre Bedingungen nicht immer optimal sind.“ Wichtig sei ihm dabei, dass alle Arbeit in den evangelischen Kindertagesstätten zudem und im Idealfall immer im Respekt vor den Familien anderer Religionen oder ohne Religion gestaltet werde. Schließlich gebe es in vielen Orten nur eine Kita, sodass die Eltern vor Ort nicht immer die Freiheit hätten, sich einen bestimmten Träger auszusuchen.

Dazu erklärte der Leiter des Evangelischen Kita-Werkes, Gerd Nielsen: „Hintergrund ist, dass wir mit unseren Kita-Angeboten immer den gesetzlichen Auftrag vor Ort erfüllen.“ Das sei einer der Gründe, warum laut kirchlicher Beschlusslage die eigenen Kitas künftig zu gleichen finanziellen Bedingungen geführt würden wie die Einrichtungen anderer freier Träger. Derzeit sei die Kirche einer der ganz wenigen Träger, der sich mit einem finanziellen Beitrag an den Betriebskosten der Kitas beteilige. „Und die sind durch den Kita-Boom explodiert“, sagte Nielsen. Allein in den vergangenen drei Jahren seien in evangelischen Kitas im Kreisgebiet Schleswig-Flensburg 35 neue Gruppen entstanden.

Dieser Ausbau hat auch zur Folge, dass auf der Fortbildung viele neue Kolleginnen begrüßt wurden, die sich gemeinsam mit den „alten Kita-Hasen“ nach dem Vortrag aus einem vielfältigen Workshop-Angebot ihr favorisiertes Thema aussuchen konnten – angefangen bei sozialem Kompetenztraining über Singen, Theaterspielen, Yoga, den Umgang mit Tod und Trauer oder einer Anleitung, wie Elterngespräche geführt werden bis zu Antworten auf die Frage, was wir von Pippi Langstrumpf lernen können. Die Bilanz der Teilnehmerinnen: „Ein toller Tag mit Wertschätzung, Austausch und Themen, die in der Praxis direkt anwendbar sind.“

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