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Armenhilfe in Südamerika : „Casa Kappeln“ begeht Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Seit 40 Jahren unterstützt der Verein Schwester Karoline bei Hilfsprojekten in Südamerika. Am 29. Juni steht eine Feier im Christophorushaus an.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2015 | 07:15 Uhr

Schon bald gibt es ein Wiedersehen mit Schwester Karoline aus Südamerika und darauf freuen sich die Mitglieder von „Casa Kappeln“. Längst ist Schwester Karoline zu einer guten Freundin geworden, deren Engagement in Chile und Bolivien aus der Ferne unterstützt wird – und das seit mittlerweile 40 Jahren. Denn so lange besteht dieser Verein und das soll am 29. Juni im Christophorushaus gefeiert werden. Und weil Schwester Karoline sich zu diesem Zeitpunkt in Deutschland aufhält, wird sie natürlich mit dabei sein.

„Schön, dass sie kommt“, freut sich vor allem auch Elfriede Blieske als Vorsitzende des 1975 gegründeten Vereins. Bei der Jahresversammlung wurde schon jetzt überlegt, „wie wir das Jubiläum feiern können“. Dass dazu eine Rückschau gehört, versteht sich dabei von selbst. Das Motto von „Casa Kappeln“, Mitglied bei Christo Vive Europa – Partner Lateinamerikas e.V. – lautet: „Den Armen Zukunft schenken“. Und das geschieht Jahr für Jahr durch finanzielle Unterstützung. Im vergangenen Jahr erfolgte dies laut Geschäftsführer Dieter Wattenberg mit 12.130 Euro. Der Betrag setzt sich aus Spenden der 28 Vereinsmitglieder, dem Überschuss aus Aktionen und jeweils 1500-Euro-Spenden als Erlös des Lauftages der Klaus-Harms-Schule, des Rotary-Clubs und der Stadt Kappeln zusammen.

Dieses Spenden-Engagement ist eine Anerkennung für das unermüdliche Bemühen der inzwischen 72-jährigen Schwester Karoline, die seit 1968 in Chiles Hauptstadt Santiago mitten unter den Armen lebt. Sie hilft nicht nur in Chile, sondern auch in Bolivien jungen Menschen, ihr Leben zu meistern und einen Beruf zu finden. Für ihre erzieherischen und gesundheitsfördernden Verdienste wurde Schwester Karoline bereits vielfach geehrt. Elfriede Blieske und Schwester Karoline kennen sich seit über 40 Jahren.

Es war der verstorbene Werner Blieske, der nach einem Auslandsaufenthalt als Lehrer in Chile in Kappeln „Casa Kappeln“ gründete und seit 1975 aus der Ferne half. Seine Frau setzt die Arbeit nach seinem Tod fort und übernahm 2011 den Vorsitz des Vereins. Sie wurde jetzt von den Mitgliedern in ihrem Amt ebenso bestätigt wie auch Geschäftsführer Dieter Wattenberg. In bewegenden Worten hatte Elfriede Blieske mit Blick auf 2014 „von unserer Hilfe, die sich auf Bolivien konzentriert“, berichtet. Ob Kinderhorte oder -heime und Berufsschulen: die aus Bayern stammende Schwester Karoline ist unermüdlich tätig und will es auch künftig sein.

Elfriede Blieske berichtete von jungen Freiwilligen, die vor Ort die Arbeit in Südamerika unterstützen und dabei mit extremer Armut konfrontiert werden. Sie sind, so ihre Erfahrungsberichte, bemüht, Kindern und Jugendlichen Zuwendung zu geben, das Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln. Dabei haben es die Helfer mit Kindern zu tun, die unter Lernschwierigkeiten leiden und aus armen, großenteils zerrütteten indigenen Familien stammen. Es gilt gegen Alkoholismus und Misshandlungen zu kämpfen. Für die freiwilligen Helfer, – von denen auch welche aus Kappeln kommen – eine Herausforderung, der sie sich im Interesse der Menschen stellen.

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