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Drachenfest in Waabs : Bunte Flugobjekte am blauen Himmel

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

40 Akteure aus ganz Deutschland kamen am Wochenende zum achten Drachenfest nach Waabs.

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2015 | 19:56 Uhr

Zum achten Mal trafen sich Drachenflieger aus ganz Deutschland am Wochenende auf der Wiese des Campingplatzes der Familie Heide in Kleinwaabs. Bernd Telkamp, Inhaber des „Drachenladens“ auf dem Campingplatz, hatte eingeladen und 40 aktive Drachenflieger kamen in den Norden, um ihrem Hobby zu frönen. Pünktlich zur Veranstaltung am Sonnabend besserte sich das Wetter und so konnten die bunten Drachen bei Sonne und Wind an einem blauen Himmel tanzen.

„Drachenfliegen ist ein Familienhobby“, sagte Frank Hagedorn, der mit seiner Frau Ulrike und Sohn Sascha aus Münster angereist war. Von Ostern bis Oktober fährt er mit seiner Familie durch ganz Nord-Europa und nimmt an den verschiedensten Drachenflieger-Events teil. Als einer der Organisatoren des Drachenfestes in Kleinwaabs hatte er nicht nur eine farbenprächtige Auswahl seiner Drachen dabei, er sorgte auch unterhaltsam für Kurzweil unter den Besuchern. Für die Kleinsten wurde eine „Bonbonfähre“ in Gang gesetzt, das heißt ein Dreieckdrachen zog einen mit Bonbons gefüllten Beutel hoch in den Himmel und stoppte an einem an der Leine angebrachten Hindernis, so dass sich der Beutel leerte und die Süßigkeiten auf die Kids hinabregneten. Die Begeisterung der Mädchen und Jungen war so groß, dass der Bonbonregen mehrfach wiederholt werden musste. Das gleiche Spiel in etwas abgewandelter Form sollte dann mit einem rohen Ei für die „großen“ Drachenfest-Besucher erfolgen, allerdings hielt sich hier der Enthusiasmus in Grenzen.

Das Interesse der Erwachsenen konzentrierte sich dann doch eher auf die kunterbunten fliegenden und aus Spinnaker-Nylon gefertigten Himmelsfiguren, denn die Drachenbauer hatten ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Malte Reimer aus der Nähe von St. Peter Ording hatte neben seinen Riesenponys auch einen Trilobite – ein urzeitliches Wasserinsekt – in Regenbogenfarben dabei, an dem er einen ganzen Winter lang in jeder freien Minute gebastelt hat. „So an die 150 Arbeitsstunden haben wir für diesen Drachen mit Sicherheit geleistet“ erzählte Malte Reimer, der beim Drachenfest in Kleinwaabs zum ersten Mal teilnahm.

Ein weiteres optisches Highlight in Form einer vierzigteiligen Windspiel-Welle präsentierte Clara Kuhn. Sie stammt aus Großbritannien und hat die Freude am Drachenbauen und –fliegen von Kindesbeinen an gelernt, da sie ihren Vater beim Drachenfliegen im ganzen Land immer begleitete. Beim diesjährigen Drachenfest zeigte Clara Kuhn mit der Welle, die insgesamt eigentlich aus 100 Teilen besteht, ein Werk des französischen Künstlers Michel Bouchard, der mit seiner Firma Eolia Concept bereits viele ähnliche Windspiele produziert und vorgeführt hat.

Auch für das Drumherum hatten die Organisatoren gesorgt: Zur Verpflegung gab es einen Getränke- und Wurststand, eine Hüpfburg sorgte für die Unterhaltung und Bewegung der Kinder. Und der Live-Auftritt von Big Harry’s Band am späten Nachmittag sowie ein abendliches Feuerwerk bildeten den perfekten Abschluss des Kleinwaabser Drachenfestes in diesem Jahr.  







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