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Eckernförde : Bunte Drachen erobern die Lüfte

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Vom Edding-Stift bis zum Seehund: Die Vielfalt der Flugobjekte beim Eckernförder Drachenfest beeindruckte.

Bunt zeigte sich der Himmel am Ostersonntag über dem Eckernförder Südstrand, als unzählige große und kleine Drachen im Wind standen. Seit etlichen Jahren etabliert, freut sich das Drachenfest nicht nur bei den Kleinen großer Beliebtheit, sondern bietet auch so für manchen Erwachsenen einen Vorwand, versäumte oder vergessene Kindheitsträume mit einem Drachen wieder zu erleben.

Wie schon seit Jahren hatte der Verein „Stieg op Drachenfreunde Eckernförde und Rendsburg“ immer am Ostersonntag eingeladen und jeder, der wollte, konnte sein eigenes Fluggefährt an den Himmel bringen. Vielfältig waren die Formen, Exotisches war meist selbst genäht. „Ich möchte auch einen“, riefen viele Kinder und so versuchte sich mancher Familienvater, mit dem Erwerb eines einfachen Drachens selbst an der Steig-Technik. Und wenn es nicht klappte, standen genügend Drachenfreunde mit Rat und Tat zur Seite.

„Vieles kommt mit zunehmender Erfahrung“, weiß Dieter Linne. Dem Drachenbauer aus Passion haben es Tierformen besonders angetan. Entweder dreidimensional oder als flaches Fluggerät bringt er sie an den Himmel. Überhaupt zeigen die Drachenbauer viel Fantasie – ein Krake mit mehreren Metern langen Fangarmen, einen Edding-Stift als Luftsack, oder ein überdimensionaler Seehund blickten vom Himmel herab. Ein ganzes Arrangement mit vielen Flaggen und Wimpeln hatte Lars Asmussen aus Kappeln in der Luft. Selbst genäht hat er nur die gewaltige Deutschlandflagge, einen Lifterdrachen zu nähen, der alles oben hält, traut sich der 41-jährige Zahnarzt, der über das Kitesurfen dazugekommen ist, nicht zu.

Höhepunkt für Familien mit Kleinkindern waren die Süßigkeiten, die ab und zu von einem Drachen regneten und wildes Gewusel bei der Suche auslösten. „Die Idee ist toll“, befand Ilona Berger, Urlauberin mit Tochter Svenja (5) aus Göttingen. Rund zehn Kilogramm an Süßigkeiten hat die Eckernförder Touristik und Marketing GmbH bereitgestellt, die von einer Drachenfähre in gewissen Abständen vom Himmel regneten. Als Ablenkung für zwischendurch zauberte Zweimetermann „Shorty“ aus Luftballons allerlei Figuren, ein Schwert war bei den Jungs der Renner. Wie schon am Vorabend war die Hüpfburg Ziel der Kleinsten. Doch was für das Drachensteigen von Vorteil ist, erwies hier als Nachteil: Der frische Ostwind machte ab einer gewissen Höhe das Stapeln von Getränkekisten zu einem schwierigen Unterfangen.

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