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Schleswig : Bürgermeister aus ganz Deutschland diskutieren übers Bädersterben

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Gestern endete die zweitägige Frühjahrstagung des Bildungs- und Kulturausschusses des Deutschen Städte- und Gemeindebundes an der Schlei.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2014 | 11:00 Uhr

Das Themenspektrum reichte von der Situation der Schwimmbäder und Büchereien bis zur Rückgabe von Raubkunst aus der Zeit des Nationalsozialismus. Gestern endete die zweitägige Frühjahrstagung des Bildungs- und Kulturausschusses des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. In dem Gremium sind rund 30 Bürgermeister und andere kommunale Mandatsträger aus ganz Deutschland versammelt. Schleswigs Bürgermeister Arthur Christiansen ist Vorsitzender dieses Ausschusses. Das Amt hatte er bereits inne, als er noch der Verwaltung der Gemeinde Handewitt vorstand. Nun lud er erstmals zu einer Tagung an die Schlei ein.

Mit Blick auf die Situation der kommunalen Schwimmbäder stellte der Ausschuss zwar fest, dass es keine Belege für einen massiven Bäderrückgang oder ein Bädersterben in den vergangenen zwölf Jahren gibt. Allerdings stelle die angespannte Haushaltslage die Städte und Gemeinden immer wieder vor die Frage, ob das Schwimmbad im eigenen Ort geschlossen werden müsse.

Der Ausschuss appellierte an alle Verantwortlichen, vor einem solch drastischen Schritt alternative Betriebsformen zu prüfen. In der Abschluss-Erklärung heißt es: „Schwimmbäder sind ein wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge vor Ort. Wo sollen Kinder sonst das Schwimmen lernen ?“

Mit Dirk Loßack, dem Staatssekretär im Kieler Bildungsministerium, diskutierten die Bürgermeister über das Thema Inklusion an Schulen. Der Ausschuss kritisierte, dass dafür nicht ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stünden. Die Städte und Gemeinden als Schulträger fühlten sich von den Ländern im Stich gelassen.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund vertritt die Interessen der Kommunalen Selbstverwaltung und der Städte und Gemeinden in Deutschland. Über seine Mitgliedsverbände repräsentiert er rund 12 500 Kommunen aus der ganzen Bundesrepublik.

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